Die drei Finanziers des Eisenacher Landestheaters wollen mehr Geld geben

Eisenach  Auf eine Tarifangleichung müssen die Beschäftigten aber warten. Auch weiterhin verdienen sie deutlich weniger als Bühnen-Mitarbeiter, die Tariflohn erhalten.

Nächste große Produktion in Eisenach ist der zweiteilige Ballettabend „Petruschka / Bolero“ mit Musik von Igor Strawinsky und Maurice Ravel. Am Samstag, 19. Oktober, 19.30 Uhr, hat er Premiere.

Nächste große Produktion in Eisenach ist der zweiteilige Ballettabend „Petruschka / Bolero“ mit Musik von Igor Strawinsky und Maurice Ravel. Am Samstag, 19. Oktober, 19.30 Uhr, hat er Premiere.

Foto: Carola Hölting

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Die Mitarbeiter des Landestheaters Eisenach erhalten deutlich weniger Gehalt als Mitarbeiter anderer Theater, die nach Tarif bezahlt werden. Derzeit laufen Verhandlungen zwischen Kulturstiftung Meiningen-Eisenach, Geschäftsleitung des Theaters und Gewerkschaften. Ziel ist, den Abstand der Gehaltszahlungen im Vergleich zum Flächentarif zu verringern. Das geht aus einer Antwort der Staatskanzlei auf eine Anfrage unserer Zeitung hervor.

Ein erster Schritt wurde diese Woche gemacht. Die an der Finanzierung des Theaters beteiligten Partner – das Land Thüringen, die Stadt Eisenach und der Wartburgkreis – wollen ab 2022 bis 2024 jährlich drei Prozent mehr für den Theaterbetrieb beisteuern. Damit würden die Beschäftigten wenigstens die ausgehandelten Tarifsteigerungen pro Jahr erhalten.

Wie es aus der Staatskanzlei weiter heißt, war die bisherige Finanzierungsvereinbarung für das Theater zwar für die Jahre 2017 bis 2024 geschlossen worden, zahlenmäßig untersetzt war sie aber nur bis 2021. Die jetzige Ergänzung sichere die Zeit 2022 bis 2024 ab. Die prozentuale Verteilung zwischen Stadt, Kreis und Land werde beibehalten und bilde den Sockel für den dreiprozentigen Anstieg. Eisenach ist mit 37,5 Prozent, der Kreis mit 12,5 Prozent und das Land mit 50 Prozent beteiligt.

Ob und wie weit die drei Zuwendungsgeber die Angleichung der Gehälter an den Flächentarif finanzieren, wird laut Staatskanzlei Gegenstand weiterer Gespräche im kommenden Jahr sein. Von den Ergebnissen dieser Verhandlungen hänge ab, wann die Beschäftigten mit einer weiteren Tarifangleichung rechnen können.

Außerdem war in dieser Woche grünes Licht für das bei einem Brand stark in Mitleidenschaft gezogene Werkstattgebäude des Theaters beschlossen worden. Zur Zeitschiene heißt es aus Erfurt, dass die Planungen im kommenden Jahr erfolgen. Der Baubeginn ist 2021 vorgesehen, die Fertigstellung 2022. Der Freistaat wird den Anteil der Stadt Eisenach an den Sanierungskosten bis Ende 2021 übernehmen. Die Rückzahlung solle 2022/23 erfolgen. Einzelheiten würden aber noch verhandelt.

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