Ein Jahr voller Höhen und Tiefen

Langenhain  Rennfahrer Jannes Fittje aus Langenhain zieht ein durchwachsenes Fazit seiner ersten Saison im Porsche-Cup

Jannes Fittje fuhr beim abschließenden Rennwochenende in Hohenstein-Ernstthal auf Platz zehn und zwölf. In der Gesamtwertung landete der Thüringer auf Rang 18 von 29 Fahrern.

Jannes Fittje fuhr beim abschließenden Rennwochenende in Hohenstein-Ernstthal auf Platz zehn und zwölf. In der Gesamtwertung landete der Thüringer auf Rang 18 von 29 Fahrern.

Foto: Fast-Media

Das Abschluss-Wochenende machte Jannes Fittje noch einmal versöhnlich. Im sächsischen Hohenstein-Ernstthal fuhr der Langenhainer im letzten Doppel-Rennen der Cup-Serie mit dem Porsche Carrera auf die Plätze zehn und zwölf. Das brachte dem 20-jährigen Rennfahrer zehn Punkte ein – das beste Resultat der insgesamt acht Rennen. Mit insgesamt 30 Punkten endete die Premierensaison auf Platz 18 von 29 Fahrern – für den ehrgeizigen Motorsportler trotz seines jungen Alters nicht wirklich zufriedenstellend.

„Es war ein sehr schwieriges Jahr mit mehr Tiefen als Höhen und nicht so richtig das, was ich mir vorgestellt habe. Wir alle haben unser Potenzial nicht ausgenutzt, es wäre deutlich mehr drin gewesen“, gibt er sich selbstkritisch und spricht von einem „Lehrjahr“.

„Nach zweitem Rennen in ein Loch gefallen“

Die Premierensaison nach seinem Umstieg vom Formelsport in den Porsche-Cup verlief vor allem zu Beginn sehr holprig. Unfälle, fehlende Geschwindigkeit, hintere Platzierungen – die von Fittje so oft gesuchte Konstanz fand sich nur selten ein. Eher glich die Saison einem ständigen Auf und Ab, die an ihm nicht spurlos vorbeiging. „Nach dem zweiten Rennen im tschechischen Most bin ich in ein kleines Loch gefallen“, sagt Fittje, der aber immerhin in der zweiten Hälfte der Rennserie bei drei von vier Veranstaltungen punktete. Doch die eingesammelten Zähler täuschten nicht über die schwierige Gesamtlage hinweg.

Im Vergleich mit anderen Teams war das Team-Budget geringer, was sich unter anderem in der ausbleibenden Möglichkeit bemerkbar machte, ebenso oft testen zu können. Daraus resultierende fehlende Erfahrungen waren kleine Puzzleteile, die zur Folge hatten, dass im Rennbetrieb an der ein oder anderen Stelle wichtige Zehntel zu den vorderen Fahrern fehlten. „Im Motorsport sind das Welten.“

Auch deshalb prüft der Thüringer nun neue Optionen. Ob der auslaufende Vertrag bei seinem Team Project 1 verlängert wird, er zu einem anderen Team oder sogar wieder die Rennserie wechselt, ist völlig offen. „Ich bin noch nicht sicher, in welche Richtung es geht. Ich prüfe gerade einige Möglichkeiten, möchte aber gerne in anderthalb Monaten Planungssicherheit haben“, sagt Fittje.

Zu den Gesprächspartnern gehören auch mögliche Sponsoren. Zwar ergab sich das Engagement im Porsche Cup auch erst im März dieses Jahres. So lange möchte er diesmal aber nicht warten. Klar ist: In der neuen Saison soll es der nächste Schritt nach vorn gemacht werden. Ein weiteres „Übergangsjahr“ will sich Fittje nicht leisten. „Ein guter Rennfahrer kann über kurz oder lang immer schnell sein und Resultate liefern. Aber ich muss auch Gas geben“, weiß er um die neue Herausforderung.

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