Einbruch nach der Pause: Herbe Niederlage für ThSV Eisenach im Rheinland

Dormagen  Handball-Zweitligist ThSV Eisenach muss mit dem 24:34 in Dormagen eine deutliche Niederlage einstecken.

Auch Eisenachs Torhüter Denis Karic konnte nichts ausrichten.

Auch Eisenachs Torhüter Denis Karic konnte nichts ausrichten.

Foto: sportfotoeisenach

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Der dritte Spieltag der 2. Handball-Bundesliga führte Aufsteiger ThSV Eise­nach am gestrigen Freitagabend ins Rheinland, zum ebenfalls 2:2 Punkte vorweisenden TSV Bayer Dormagen. Schlechtes Omen für die Thüringer vor dem Anpfiff: Neben dem langzeitverletzten Kristian Volar mussten auch Alexander Saul (Bänderanriss im Fuß) und Marko Racic (erkrankt) passen.

Dormagen hatte auf die Verletzung seines zweiten Torhüters Janis Boieck reagiert und den vereinslosen Hendrik Halfmann (in der Vorsaison beim HC Elbflorenz) für zwei Monate verpflichtet. Nach einer schwachen zweiten Halbzeit kassierten die Eisenacher am Ende eine klare 24:34-Pleite. Zur Pause hatte es noch 13:13 gestanden. Die Früchte in der zweiten Liga hängen sehr hoch, auch beim letztjährigen Aufsteiger.

Die Eisenacher, mit Justin Mürköster am Kreis, Yoav Lumbroso als Spielgestalter und Duje Miljak im rechten Rückraum, begannen furios, kompakt in der Abwehr im Zusammenspiel mit Torhüter Blaz Voncina, im Angriff pfeilschnell und präzise abschließend. Ivan Snajder traf per Gegenstoß zum 2:6 (8.).

Eine Auszeit der Gastgeber entpuppte sich als Weckruf. Die Eisenacher verloren ihre Souveränität, patzten vorn. Plötzlich wurde auch TSV-Keeper Sven Bartmann ein Faktor. Die Gastgeber schlossen konsequent ab (9:7, 15.). Eisenachs Abwehr bekam keinen Zugriff auf die Fernwerfer der Hausherren. Auch Voncina bekam keine Hand mehr an das Leder. Die Wartburgstädter hingegen ließen beste Torchancen aus (Tokic, Snajder), blieben trotz der Fahrkarten auf Tuchfühlung.

ThSV-Coach Sead Hasanefendic stellte seine Abwehr auf eine 5:1-Variante um, mit Snajder auf vorgezogener Position. Tiefer schloss einen Gegenstoß zum 12:12 ab. Eisenachs Deckungsinnenblock hatte beim 13:12 durch Carl Löfström das Nachsehen (23.). Fortan wogte das Geschehen hin und her. Mürköster setzte das Leder bedrängt über das Gehäuse. Luka Kikanovic netzte zur Halbzeit zum 13:13 ein (30.).

Zu Beginn der zweiten Hälfte brachte Eisenachs Trainer neues Personal, Adrian Wöhler auf Linksaußen, Martin Potisk als Regisseur. Ohne den gewünschten Erfolg. Die Hausherren zogen vom 17:17 (38.) auf 23:18 (44.) davon. Sie nutzten eiskalt jede sich bietende Torchance. Beim ThSV häuften sich die Ballverluste. Auch ein Torwartwechsel – Denis Karic kam (42.) – änderte nichts am Bild auf dem Parkett. Eisenachs Abwehr bekam einfach keinen Zugriff. Julian Köster netzte mit seinem siebten Treffer zum 25:20 (49.) ein. Kreisspieler Löfström erhöhte mit seinem sechsten Treffer zum 26:20 (50.).

Beifall verdiente in dieser Phase nur Eisenachs mitgereistes Maskottchen „Schorsch“ (Andreas Zettl). Die Hausherren waren längst das klar dominierende Team. Egal, wen Sead Hasanefendic auf die Spielfläche schickte. Die Dormagener Fernwerfer trafen nach Belieben, schraubten ihre Ausbeute in die Höhe. Der ins Tor gekommene, junge Marius Noack fühlte sich wie in einer Schießbude. Beim 32:22 (58.) führte der Gastgeber dann mit zehn Treffern. Am Ende hieß es 34:24. Erfolgreichster Eisenacher Werfer Luka Kikanovic mit sechs Treffern.

Das nächste Heimspiel der Eisenacher steigt am Samstag, dem 14. September. Dann gastiert Mitaufsteiger HSG Konstanz um 19.30 Uhr in der Werner-Aßmann-Halle. Der Einzelticketverkauf läuft bereits über die Vereins-Homepage.

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