Eindrucksvolle Gemälde und detailtreue Zeichnungen

Eisenach  Willi Langenhan aus Berka/Werra hinterlässt rund 240 Kunstwerke – die besten sind in Eisenach zu sehen.

Die Söhne des Künstlers Bertram (links) und Lothar Langenhan mit dem aus ihrer Sicht besten Selbstporträt ihres Vaters Willi Langenhan. Links davon hängt das Porträt eines weißbärtigen Mannes mit dem Titel „Herr Kummer“.

Die Söhne des Künstlers Bertram (links) und Lothar Langenhan mit dem aus ihrer Sicht besten Selbstporträt ihres Vaters Willi Langenhan. Links davon hängt das Porträt eines weißbärtigen Mannes mit dem Titel „Herr Kummer“.

Foto: Klaus Fink

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Die Sitzplätze reichten nicht zur Ausstellungseröffnung am Samstag in der Predigerkirche: Der Kunstverein Eisenach hatte zur Rückschau aus Anlass des 100. Geburtstag des Malers Willi Langenhan eingeladen, und es kamen über 100 Interessierte, um dessen Werke zu besichtigen.

Dazu gab der Kunstverein ein Faltblatt heraus, in dem die Lebensgeschichte und das Können des 1919 geborenen und 1994 verstorbenen Malers aus Berka/Werra skizziert sind. Seinen Söhnen Lothar und Bertram hinterließ er 240 Werke, von denen 81 in der Predigerkirche zu sehen sind.

Ausgestellt sind eindrucksvolle, herausragend detailgetreue Öl- und Aquarell-Malereien sowie Bleistift- und Kohlezeichnungen, darunter viele Porträts und Selbstporträts, Natur- und Singvogelmotive sowie Halbakte. Willi Langenhans Söhne Lothar Langenhan aus Quedlinburg und Bertram Langenhan aus Berka/Werra haben die Bilder für die Ausstellung ausgewählt und zusammengestellt. Lothar dankte zur Vernissage herzlichst allen, die die Ausstellung ermöglicht und an deren Gestaltung mitgewirkt haben, darunter den beiden Kunstvereinsvorsitzenden Alexandra Husemeier und Thekla Bernecker, Museumsdirektorin Annika Johansen sowie Lothars Enkel Konstantin Lesny und Schwiegersohn Juri Lesny, die das Layout am Computer gestalteten und einen Film zu Willi Langenhan produzierten.

Biografisches Gespräch ersetzt die Lobrede

Lob verdiente sich zur Ausstellungseröffnung auch die junge Pianistin Alessia Hristea, die das festliche Programm, zu dem auch ein „Biografisches Gespräch“ mit Lothar Langenhan, befragt von Thekla Bernecker, anstelle einer Laudatio gehörte, mit Beethovens „Für Elise“, Alexander Blumes „Waves“ und Smetanas „Die Moldau“ hingebungsvoll begleitete. Zur Ausstellung tiefer ins Detail zu gehen würde den Rahmen dieses Berichtes sprengen. Deshalb sei allen Kunstfreunden und sonstigen Interessierten wärmstens empfohlen, sich die wundervollen Gemälde in der mittelalterlichen Predigerkirche selbst anzuschauen und dafür auch etwas Zeit mitzubringen.

Lothar und Bertram Langenhan verweisen indes nachdrücklich darauf, dass die ausgestellten Bilder unverkäuflich sind und in Familienbesitz verbleiben. Willi Langenhans 100. Geburtstag ist am 23. Oktober; an diesem besonderen Tag will die Familie zu einer „kleinen Thüringer Geburtstagsfeier“ zusammenkommen.

Noch bis 5. Januar in der Predigerkirche, Mittwoch bis Sonntag, 10 bis 13 Uhr

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