Unverpackt-Laden eröffnet: Eisenacher Geschäftsstart in Corona-Zeiten

Eisenach.  Seit Samstag hat Eisenach einen Unverpackt-Laden - in der Johannisstraße 3. Feiern will man erst, wenn sich die Lage entspannt hat.

Es ist eine der schönen Wirtschaftsnachrichten in Corona-Zeiten – Mandy Frenzel eröffnete ihren ersten Unverpackt-Laden in Eisenach.

Es ist eine der schönen Wirtschaftsnachrichten in Corona-Zeiten – Mandy Frenzel eröffnete ihren ersten Unverpackt-Laden in Eisenach.

Foto: Katja Schmidberger

Es ist eine Wirtschaftsnachricht für Eisenachs Einzelhandel, die Hoffnung macht. Während in der Stadt Geschäft für Geschäft wegen der Corona-Pandemie derzeit geschlossen bleiben muss, eröffnete am Sonnabend am Johannisstraße 3 der erste Unverpackt-Laden der Stadt. Alle aktuellen Infos im kostenlosen Corona-Liveblog

Inhaberin Mandy Frenzel hat zwar zwischendurch kurz einmal gezaudert, ob der Eröffnungstermin aufgrund der Beschränkungen zu halten ist. Aber letztlich – auch mit mentaler Unterstützung der Familie – hat sie an dem Eröffnungstermin festgehalten.

Auch bei ihr gelten Vorsichtsmaßnahmen, um die eigene Sicherheit wie die ihrer Kunden zu gewährleisten. Nur maximal zwei Leute dürfen jetzt ins Geschäft, das Befüllen von Gläsern mit Getreide, Müsli, Nüssen und anderen Waren übernimmt Frenzel zurzeit selbst. Später sollen das die Kunden machen dürfen. Sie dürfen aber ihre Gläser zum Befüllen mitbringen, so die Jungunternehmerin.

Unterstützung habe sie von den zuständigen Behörden erhalten, lobt die 25-Jährige. Und hat mit Mutter Antonia Frenzel eine sachkundige Ratgeberin. Auf einige Waren wartet sie noch, weil die Liefertermine etwas nach hinten gerutscht sind. Manches wurde aber doch noch vor der Eröffnung zur Herausforderung. Gebraucht wurde ein Regal. Dieses zu bekommen, nachdem selbst die großen Möbelhäuser schlossen, war nicht einfach. Doch in Erfurt wurde sie fündig. Dort konnte man im Netz bestellen und die Sachen dort abholen.

Unverpackt Lebensmittel und generell Waren einkaufen, das liegt im Trend. Mandy Frenzel treibt das Thema seit Jahren um. So kam ihr Idee mit dem Laden, sie kündigte ihre Stelle und machte sich selbstständig. Über eine Crowdfunding-Aktion sammelte sie Geld für ihr erstes Geschäft, viele haben mitgemacht. Für alle soll es eine große Eröffnung geben, wenn sich die Lage wieder entspannt. „Ich möchte gern mit allen meinen Unterstützern persönlich ins Gespräch kommen“, betont die 25-Jährige.