Eisenach: Auftakt zum Kulturherbst

Eisenach  Zum Auftakt des Kulturherbstes geben Bands, die auf dem Festival spielen, schon mal Kostproben im Kaufhaus

IToller Auftakt für den 1. Eisenacher Kulturherbst. Im Kaufhaus Schwager spielten am Freitag die ersten Bands – hier „Rush hour“ – aus den Partnerstädten. Auch heute werden hier noch einmal Musiker auftreten.

IToller Auftakt für den 1. Eisenacher Kulturherbst. Im Kaufhaus Schwager spielten am Freitag die ersten Bands – hier „Rush hour“ – aus den Partnerstädten. Auch heute werden hier noch einmal Musiker auftreten.

Foto: Katja Schmidberger

Wo sonst modebewusste Kunden vor dem roten Teppich auf schicke Kleider, Anzüge und zarte Dessous warten, klatschten am Freitagvormittag im Kaufhaus Schwager die ersten Gäste des 1. Eisenacher Kulturherbstes zur Musik der weißrussischen Band „Rush hour“ .

Mit dem Bus zwei Tage lang waren die jungen Musiker nach Eisenach gereist, um überhaupt beim 1. Eisenacher Kulturherbst dabei sein zu können. Kaum erklangen erste Töne auf Akkordeon, Querflöte, Hackbrett und Gitarre blieben viele Kunden begeistert stehen. Manche Hits, die kannte jeder. Nicht nur bei „Dschingis Khan“ wippten die Füße. Eine Dame entschloss sich gleich dazu, beim nächsten Konzert der Gruppe am heutigen Samstag im Kunstpavillon unbedingt dabei sein zu wollen. Die nächste Besucherin zückte ihren Hut, sammelte gleich noch kleine Spenden für die Band ein.

Über 30 Musiker aus fünf von sechs Partnerstädten sind für das neue Festival nach Eisenach gekommen. Ein Echo, das Organisatoren wie Jörg Döttger und Heike Apel wahnsinnig freut. Damit hatte keiner gerechnet.

Geplant war auch der Auftritt im Kaufhaus zu Beginn der Festivalvorbereitungen nicht. Die Idee hatte Chefin Heike Schneider, als sie in unserer Zeitung über das Festival las. Die Kulturherbst-Verantwortlichen fanden den Vorschlag gut, schließlich war das auch für sie eine gute Werbung, damit heute Abend möglichst viele Gäste zum Kneipenfest in 16 Veranstaltungsorte mit vielen Bands strömen.

Bereits 16 Uhr wird im Foyer der Wartburg-Sparkasse heute eine Ausstellung von Künstlern aus dem ungarischen Sarospatak eröffnet. 18 Uhr startet im Theater ein „Abend für die Demokratie“ zunächst mit einer szenischen Lesung aus dem Briefwechsel von Sophie Scholl mit Fritz Habernagel.

„Im Zuge unserer Jubiläums freue ich mich über jede Initiative, die unsere Innenstadt belebt“, sagt Schneider. Der Auftritt der Band aus Mogilew war nicht das einzige Konzert im Haus – auch heute spielen Musiker aus Skanderborg und Waverly. Das Kulturherbst-Team wünscht sich, dass viele Menschen das Festival besuchen, das keine Eintagsfliege gewesen sein soll und komplett im Ehrenamt auf die Beine gestellt wurde.

Es sei Musik für alle Generationen dabei, sagt Döttger. Dazu gibt es Kunst, Lesungen, und sogar Stiegker Mundart und Improvationstheater.

Der Eintritt zum Festival kostet zehn Euro pro Person, das Programmheft gibt es an allen Veranstaltungsorten vom Steigenberger über den Lebemann bis zum Schorschl oder zum Brunnenkeller.

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