Eisenach: Debatte zu Bau unweit vom Bahnhof

Eisenach  Vor allem der womöglich entstehende Verkehrs- und Anlagenlärm am Tor zur Stadt ist für den Entwurf erneut berechnet

Betonarbeiten werden am Dienstag am Fachmarktzentrum Tor zur Stadt gemacht.

Betonarbeiten werden am Dienstag am Fachmarktzentrum Tor zur Stadt gemacht.

Foto: Peter Rossbach

Für Stadtplaner Andreas Diedrich ist es ein kleines Jubiläum: Vor 30 Jahren bekam er, noch recht neu im Stadtplanungsamt der Stadt Eisenach, den Auftrag, die Aufstellung eines Bebauungsplanes für den Bereich, der heute Tor zur Stadt heißt, mit vorzubereiten.

Nach gefühlt tausend kleinen und großen Plan- und Projektänderungen hofft Diedrich, dass er in diesem, spätestens im kommenden Jahr das Verfahren mit dem Beschluss des Stadtrates erfolgreich abschließen kann. Ein klein wenig mehr Geduld muss er aber aufbringen, bis er weiß, ob es gelingt. Mitglieder des Ausschusses für Stadtentwicklung, Umwelt und Sport, denen der „Bebauungsplan Nr.6 Bahnhofsvorstadt“ vorgestellt wurde, haben sich mehr Zeit für die Beratungen erbeten.

Achte Version des Bebauungsplans

Daher regte Oberbürgermeisterin Katja Wolf (Linke) an, einen eigenen Termin für die Ratsmitglieder anzusetzen und will auf Bitten des Ausschusses den Beschluss von der Tagesordnung der kommenden Ratssitzung (12. November) nehmen.

Mittlerweile ist es die achte Version des Bebauungsplanes, die aber weitestgehend an jene aus dem Jahr 2016 anknüpft. In dieser sind nun aber die damaligen Anregungen und Stellungnahmen der Bürger und Träger Öffentlicher Belange eingearbeitet. Der Plan betrachtet dabei ein Gebiet, das deutlich über die reine Fläche des Neubaues des Tores zur Stadt hinausgeht. Er umfasst den Bereich ab der Unterführung Bad Langensalzaer Straße, links und rechts die Bahnhofstraße entlang bis Nikolaitor.

Für das Fachmarktzentrum hat der Stadtrat ja bereits per Beschluss Baurecht geschaffen, weil das Vorhaben den künftigen Festsetzungen des Bebauungsplanes nicht entgegensteht. Zudem hat der Investor schriftlich versichert, dass er sich und ein möglicher Rechtsnachfolger an die Festsetzungen halten wollen. An den Vorgaben für das Fachmarktzentrum habe sich nichts geändert, so Diedrich. „Es soll ein SB-Warenhaus hinein und fünf große Läden, die in dieser Größe keinen Platz in der Karlstraße gefunden hätten“.

Ein wichtiger Punkt, so Diedrich, ist in der neuen Version, „dass wir die Lärmbelastungen für den Bereich noch einmal berechnet haben“. Damit führe man den Nachweis, dass die Vorgaben des Bebauungsplanes, sowohl was den entstehenden Verkehrslärm als auch den Anlagenlärm angeht, machbar seien. Nur im Bereich der Kreuzung Bahnhofstraße/Müllerstraße seien die Werte schlechter, aber im zulässigen Bereich. Die entsprechenden Gutachten lägen dem Bebauungsplan bei.

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