Eisenach: Stadt verschiebt Zeitplan für Anbau der Jahnsporthalle

Eisenach  Alle Rahmenbedingungen für den Anbau der Jahnsporthalle sind bis Ende Oktober nicht zu realisieren. SPD-Stadtrat Klostermann will den Druck hoch halten.

Für die schnellstmögliche Sanierung der Jahnsporthalle demonstrierten Sportler auf dem Markt in Eisenach.

Für die schnellstmögliche Sanierung der Jahnsporthalle demonstrierten Sportler auf dem Markt in Eisenach.

Foto: Thomas Meyer

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Die beschlossene Sanierung der Jahnsporthalle ist fix. Weil einigen Akteuren im Eisenacher Stadtrat, vor allem der CDU, der von Verwaltung und Antragsteller SPD vorgelegte Zeitplan aber zu „sportlich“ und kaum realisierbar scheinen, wurde die Zeitschiene nach hinten verschoben. Schließlich sind für das Hallenprojekt auch noch ein Grundstück, Fördergeld und die Bauplanung notwendig.

Nun sollen die Rahmenbedingungen statt im Oktober im November geschaffen sein und dann von Oberbürgermeisterin Katja Wolf (Linke) im Stadtrat Rapport erstattet werden.

Dazu gehört auch ein Antrag der Städtischen Wohnungsgesellschaft (SWG) für ein Wohnbauprojekt in der Fischerstadt, der wiederum ein Grundstück des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) für die Erweiterung der Jahnsporthalle in den Besitz der Stadt bringt. Eine vertrackte Dreiecksgeschichte also (wir berichteten mehrfach).

Dass das schon aus dem Ruder gelaufene Projekt überhaupt wieder auf die Schiene gebracht werden konnte, sei auch Peter Bock zu verdanken, informierte OB Wolf in der jüngsten Stadtratssitzung. Der frühere Vorstandschef der Wartburg-Sparkasse (heute Pensionär) hatte als Mitglied des DRK-Präsidiums mit dafür gesorgt, „dass zwei Züge (DRK und SWG/Anm. d. Red.) nicht ungebremst aufeinander fuhren“. Über die auch von Baubürgermeister Uwe Möller mit verkomplizierte Situation sei sie unglücklich gewesen, so ihre versteckte Kritik.

Möller selbst erläuterte dem Stadtrat, dass der Fördermittelantrag bis Ende November gestellt werde. Das Förderprogramm sieht zwar den 1. Oktober als Zieltermin vor, aber das sei „abgestimmt“, sagt Möller. Mit wem lies er allerdings offen.

Während SPD-Fraktionsvorsitzender Michael Klostermann den Druck auf die SWG weiter hoch halten will, wollte Möller das parallel zur Jahnhallenerweiterung angesiedelte SWG-Projekt lieber erst nach der Aufsichtsratssitzung abgehandelt wissen. Der müsse es schließlich abnicken. 2020 soll der Jahnsporthallenanbau starten.

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