Eisenacher Opel sollen bald in Russland fahren – Grandland-Produktion startet heute

Bernd Jentsch
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Das Werk der Adam Opel AG in Eisenach.

Das Werk der Adam Opel AG in Eisenach.

Foto: Jens Kalaene/dpa

Eisenach  Der Vorstandschef des Autobauers Opel sieht die Zukunft des Thüringer Standortes gesichert . Zudem kündigt er an, dass Fahrzeuge bis nach Namibia und auch wieder nach Russland geliefert werden sollen.

Im Opelwerk in Eisenach rollt am heutigen Mittwoch der erste Grandland X von den Bändern. Nur vierzehn Monate nach der Investitionsentscheidung nehme man nun die Serienfertigung auf, lobte Opel-Vorstandschef Michael Lohscheller das Rekordtempo der Umsetzung des Projektes.

Erst im Juni 2018 sei die Entscheidung gefallen, den kompakten SUV künftig am Thüringer Standort zu fertigen, so Lohscheller. Nach zehn Wochen Umbauphase laufe jetzt die Fertigung des neuen Modells in Eisenach an. Damit sei der Standort in Thüringen das erste deutsche Werk, das fit für die Zukunft gemacht wurde.

„Opel gehört zu Eisenach, wie die Wartburg“, versicherte Lohscheller. Schon 1990 habe man die Fertigung in der Wartburgstadt aufgenommen.

Grandland X wird auch nach Marokko und Namibia exportiert

Opel ist laut Lohscheller nach achtzehn Jahren mit Verlusten unter der neuen Konzernmutter PSA die wirtschaftliche Wende gelungen. Im ersten Halbjahr 2019 habe man 700 Millionen Euro Gewinn verbuchen können. Daran habe das Modell Grandland X, mit steigenden Verkaufszahlen einen wesentlichen Anteil.

Ab dem kommenden Jahr soll auch der Plug-in-Hybrid mit elektrischem Antrieb in Eisenach gefertigt werden, kündigte der Opelchef an. Zudem öffne die französische Mutter neue Märkte für das Unternehmen. So verkaufe man 1500 Grandland X nach Marokko, auch nach Namibia wird das Auto exportiert. Noch im vierten Quartal sollen Autos aus Eisenach in Russland rollen. Damit mache man den Rückzug aus diesem Markt rückgängig, kündigte Lohscheller an. „In Russland fahren derzeit noch 500.000 Opel“, berichtet der Vorstandschef.

Die gelungene schnelle Umstellung auf das neue Modell sei letztlich ein Verdienst der Mitarbeiter in Eisenach, erklärte Werkleiter Fernando Andreu. Die Beschäftigten seien stolz auf ihre Vectra, Astra, Corsa und Adam made in Eisenach und freuten sich jetzt auf den Grandland X.

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