Eisenachs Stadtrat nimmt Beschluss zu Wildtieren im Zirkus zurück

Eisenach.  Wildtiere in der Manege – solche Auftritte sollten auf städtischen Flächen in Eisenach nicht mehr möglich sein. Doch der Stadtrat musste seinen Beschluss korrigieren.

Der Deutsche Tierschutzbund fordert seit Jahren ein Verbot der Haltung von allen Wildtieren in Zirkusunternehmen (Archiv-Bild).

Der Deutsche Tierschutzbund fordert seit Jahren ein Verbot der Haltung von allen Wildtieren in Zirkusunternehmen (Archiv-Bild).

Foto: Andrea Fricke

Der Stadtrat hat seinen Beschluss aus dem Jahr 2016 aufgehoben, wonach keine kommunalen Flächen mehr an Zirkusbetriebe vermietet werden sollten, die Wildtiere halten und zur Schau stellen. Es gab 13 Stimmen dafür, sieben dagegen und zwölf Enthaltungen.

Hintergrund ist die rechtliche Wertung des früheren Beschlusses durch das Landesverwaltungsamt. Dieses hat nach vier Jahren festgestellt, dass die Entscheidung nicht in die Zuständigkeit des Stadtrates fällt. Der Sachverhalt, so heißt es in einem Schreiben der Behörde, „ist durch den Bund vollumfänglich geregelt“. Die Stadt dürfe „hier nicht an Stelle des zuständigen Verordnungsgebers aus Tierschutzgründen dem Zirkusveranstalter die Zulassung verweigern“.

Der Deutsche Tierschutzbund fordert seit Jahren ein Verbot der Haltung von allen Wildtieren in Zirkusunternehmen, mindestens aber von Affen, Elefanten, Bären, Nashörnern, Flusspferden und Giraffen.

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