Falschparker in Eisenach stören Busverkehr vor Schule

Eisenach  Mit dem Schuljahresbeginn starten am Montagvormittag die Schulwegkontrollen der Eisenacher Polizei an den Grundschulen in der Wartburgregion.

Der Fahrer dieses Schulbusses hat keine Chance, die Haltestelle an der Jakobschule sicher anzufahren, da zwei Autos im Haltestellenbereich parken.

Der Fahrer dieses Schulbusses hat keine Chance, die Haltestelle an der Jakobschule sicher anzufahren, da zwei Autos im Haltestellenbereich parken.

Foto: Norman Meißner

Große Augen machten am Montagmorgen ein halbes Dutzend Grundschüler, als der Schulbus, in dem sie sitzen, die Jakobschule einfach links liegen ließ. Ohne an der Haltestelle vor der Schule in der Karl-Marx-Straße anzuhalten, fuhr der Linienbus kurzerhand weiter.

„Alles richtig gemacht“, kommentiert ein Mitarbeiter des Ordnungsamts der Stadtverwaltung die Fahrweises des „haltlosen“ Busfahrers. Der Ordnungswächter kam auf Wunsch der Polizei, die am Montag um 7 Uhr zum Start in das neue Schuljahr eine Schulwegkontrolle an einer der kinderreichsten Grundschulen Eisenachs begann, um zwei parkende Fahrzeuge in der Bushaltestelle mit Verwarngeld zu belegen. Der Busfahrer hatte keine Chance, den Bus-Stopp korrekt anzufahren, um die Kinder sicher aussteigen zu lassen.

Die kleinen Passagiere kamen erst an der Haltestelle in der Hospitalstraße heraus und mussten einige Schritte mehr zur Schule gehen. „Wir schauen heute, ob man sich am Fußgängerüberweg richtig verhält, ob die Eltern ihre Kinder im Auto mit Gurt und Sitzerhöhung gesichert haben und die Kinder nicht im Halteverbot aussteigen lassen“, fasst Eisenachs Kontaktbereichsbeamtin Heike Wagner die wichtigsten Kontrollpunkte dieser seit Jahren durchgeführten Kontrollaktion zusammen. Die Kreuzung Karl-Marx-Straße und Werneburgstraße ist kurz vor dem Unterrichtsbeginn ein gefährlicher Ort für die kleinen Verkehrsteilnehmer, die wegen ihrer Körpergröße nicht über Autos hinwegschauen können.

Neuer Zugang entschärft Situation auf Parkplatz

Wenn der kleine, enge Parkplatz an der Schule mit einfahrenden, wendenden und ausfahrenden Autos blockiert ist, halten Eltern mitunter im Kreuzungsbereich oder im Halteverbot in der Karl-Marx-Straße. „Eine Wendeschleife zum kurzen Anhalten vor der Schule, wie an der Kinderkrippe im Mariental, wäre optimal“, betont Schulleiter Karsten Müller. Aber auch Haltebuchten in der Karl-Marx-Straße würden die Gefahren während der Stoßzeit kurz vor Unterrichtsbeginn abmildern. Der neue, an der Mühlgrabenbrücke geschaffene Eingang zum Schulhof helfe, die Situation zu entspannen.

„Kinder, die aus Richtung Goe­theviertel kommen, müssen nicht mehr über den Parkplatz“, so der Schulleiter. „Es hilft viel, dass überall vor den Schulen Tempo 30 ausgeschildert wurde“, sagt Heike Wagner, die bei der Kontrolle Unterstützung von Verkehrserzieherin Peggy Schuchardt und Treffurts Kontaktbereichsbeamten Michael Hoßbach erhielt. Dienstag wird an Grundschulen in Seebach und Gerstungen kontrolliert.

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