Firmen-Bagger greift in Eisenach Feuerwehrleuten unter die Arme

Eisenach.  Mit vereinten Kräften holten am Dienstag Kameraden der Berufsfeuerwehr und ein Bagger der Baufirma Schneider einen großen umgestürzten Baum aus dem Prinzenteich in Eisenach.

Eine Mannschaft der Berufsfeuerwehr Eisenach zog mittels Seilwinde einen umgefallenen Baum aus dem Prinzenteich. Ein zufällig nebenan tätiger Bagger der Baufirma Schneider hievte das Teil schließlich über die Uferböschung auf die Straße.

Eine Mannschaft der Berufsfeuerwehr Eisenach zog mittels Seilwinde einen umgefallenen Baum aus dem Prinzenteich. Ein zufällig nebenan tätiger Bagger der Baufirma Schneider hievte das Teil schließlich über die Uferböschung auf die Straße.

Foto: Jensen Zlotowicz

Den abgebrochenen Teil der Weide an die Seilwinde des Einsatzfahrzeuges der Eisenacher Berufsfeuerwehr zu hängen und dann von der Insel des Prinzenteiches ans Ufer zu ziehen, bereitete den Kameraden am Dienstag kaum Mühe. Um den Kaventsmann allerdings über die Uferböschung auf die Straße zu befördern, hätte man die Drehleiter zum Einsatz bringen müssen. Das schaffte die Winde nämlich nicht, ohne größeren Schaden anzurichten.

Ein Zufall half der Feuerwehr bei der Bergung des Baumes. Auf der anderen Straßenseite arbeitet die Eisenacher Baufirma Schneider an der Gestaltung des Außenareals der neuen Villa an der Kühner-Straße. „Vielleicht heben die Jungs den Baum mit dem Bagger raus“, meinte einer der Feuerwehr-Chefs. Er sollte recht behalten. Kurzerhand unterstützte der Schneider-Bagger die Aktion und holte den Baum aus dem Wasser. „Der Mann versteht sein Handwerk“, lobten die Feuerwehrleute das Können von Baggerfahrer Tom Vollert. Der holte den Stamm in bester „Wetten, dass … !“-Manier binnen kürzester Zeit aus dem Wasser.

Zwei Feuerwehrleute waten durch den Teich

Auf der Straße zerlegten Bauhofmitarbeiter den Stamm, der schon Gerüche verbreitete, die schon organischer Übelnatur waren. Ein weiteres großes Astfragment zogen zwei Feuerwehrleute händisch von der Insel. Die waren, mit Wathose ausgestattet und von Kollegen wie Schwimmanfänger an der Leine gehalten, mit Stützgeräten (Schaufel und Besen) in das Wasser gestiefelt. An der Enteninsel hatten sie schließlich das Baumteil buchstäblich an die Leine gelegt und an der Öse der Winde befestigt.

Handlungsbedarf bei beschädigten Bäumen gibt es am Prinzenteich noch an mehreren Stellen. Einige zum Teil stark beschädigte Erlen unweit des Rastplatzes sollten bereits im Zuge der Prinzenteichsanierung im vergangenen Jahr gefällt werden, bevor er wieder befüllt wurde. Die Umsetzung steht bis heute aus. Auch Bäume am Nordufer verdienen eine Baumschau.