Für den Berggasthof muss neu gedacht werden

Wartburgregion.  Die Suche für die Nachfolge von Petra Scheidler auf dem Großen Hörselberg ist eine Herausforderung für den Organisator der Diako.

Die ehemalige Betreiberin des Gasthauses Großer Hörselberg, Petra Scheidler, wird von Diako-Chef Sven Kost (rechts) und dem Leiter Bereich Service, Hans-Joachim Hook verabschiedet

Die ehemalige Betreiberin des Gasthauses Großer Hörselberg, Petra Scheidler, wird von Diako-Chef Sven Kost (rechts) und dem Leiter Bereich Service, Hans-Joachim Hook verabschiedet

Foto: Diako

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

„Wir müssen manche Themen ganz neu denken“, sagt Hans-Joachim Hook, neuer Prokurist der Diako Service GmbH und frühere Chef des Hotels „Thüringer Hof“. Der neue Kopf des Dienstleistungsbereiches der Diako hat 2020 endgültig in Angriff genommen und muss dabei unter anderem für die Betriebsleitung des Gasthauses Personal finden. Gerade wurde Petra Scheidler nach sechs Jahren gastronomischer Leitung auf dem Berggasthof vor viel Publikum verabschiedet. Gerne hätte Hook sie behalten, aber ihre Familie und sie haben sich anders entschieden. Auch Petra Scheidler setzt neue Prioritäten.

Die Zahl der gastronomischen Einrichtungen in deutscher Hand, die derzeit Personal suchen, ob Restaurant, Imbisskette, Großküche oder Firmen-Kantine, ist enorm. Vor allem an Wochenenden wollen immer weniger Menschen arbeiten, noch nicht einmal für gutes Geld. Freizeit vor Einkommen, diese Gewichtung nehmen immer mehr Menschen vor. Die Zeiten, in denen Mitarbeiter in der Gastronomie für „kleines Geld“ gearbeitet haben, sind so gut wie vorbei.

Hans-Joachim Hook muss ungeachtet dessen in absehbarer Zeit liefern. Denn die Saison auf dem Großen Hörselberg beginnt nicht etwa wie auf anderen Hütten oder saisonal betriebenen Ausflugszielen im Mai, sondern schon am 21. März mit dem Frühlingserwachen. Hook weiß, was der Markt im Gastronomie-Bereich derzeit hergibt, oder besser, was nicht. Deshalb wolle er im ersten Schritt gar nicht weit über den Tellerrand blicken, sondern mit den dortigen Mitarbeitern reden. Vielleicht fühle sich jemand vom bisherigen Team gewillt und in der Lage, den Staffelstab von Petra Scheidler zu übernehmen.

Möglicherweise startet die Diako als Pächter und Betreiber am 21. März auch mit einer Zwischenlösung, sagt der neue Service-Chef. Denn erst in den nächsten Tagen und Wochen werden man sehen, was in wenigen Wochen Vorlaufzeit machbar ist. Für Hook ist der Wechsel von der Kommando-Brücke eines gehobenen Drei-Sterne-Hotels zum Diako Service jedenfalls gravierend, tatsächlich eine Herausforderung.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Zu den Kommentaren