Guten Morgen, Eisenach: Die Gymnastikstunde fehlt

Eisenach  Birgit Schellbach über sportliche Betätigung in Coronazeiten

Birgit Schellbach

Birgit Schellbach

Foto: Norman Meissner

Wenn ich mir etwas wünschen dürfte in diesen Zeiten, dann sind es die wöchentlichen Gymnastikstunden. Die fallen wie jeder andere Vereinssport wegen der Coronapandemie aus. Ersatzweise verschicken die Trainerinnen täglich per Whatsapp eine Übung zum Nachmachen für Zuhause oder im Homeoffice und ein Video für eine komplette Sportstunde. Aber solo vor dem Minibildschirm des I-Phones zu turnen, macht eben nicht so viel Spaß wie live in der Gruppe.

Allein fällt es deutlich schwerer, den inneren Schweinehund zu überwinden. Sonst ist der Rucksack für die Sportstunde zweimal in der Woche in der Werner-Aßmann-Halle und in der Roesesporthalle gepackt worden. Und wenn einer mal längere Zeit gefehlt hat, ist er von den anderen ermuntert worden, sich doch wieder sportlich zu betätigen. Die Motivation durch die Gruppe ist nicht zu unterschätzen.

Aber leider wird es noch eine Weile dauern, bis diese Art von Freizeitsport wieder möglich sein wird. Also muss man versuchen, sich selbst motivieren. Es ist auch ein Dankeschön an die Trainerinnen, wenn sie irgendwann mal feststellen können, dass man sich aufgrund ihrer elektronischen Botschaften die eigene Fitness doch halbwegs erhalten hat.