Guten Morgen, Eisenach: Wer hat denn mal...

Eisenach  Jensen Zlotowicz über Dinge, die man derzeit schwer beschaffen kann.

Jensen Zlotowicz

Jensen Zlotowicz

Foto: Norman Meissner

Einen Schneeschieber im stationären Handel zu bekommen, das könnte in diesen Tagen schwierig werden. Nicht nur, weil die Dinger im Winter gefragt sind. Noch schwieriger für den Ottonormalverbraucher ist die Sofort-Beschaffung von bestimmter Farbe, denn in den Fachmärkten kommen derzeit nur Menschen mit einem Gewerbeschein zum Zuge. Es kommt Freude beim heimwerkenden Pinselohr auf, wenn da Bekannte aushelfen können, wo Farbe wider Erwarten doch kurz vor dem Ziel ausgeht.

Wenn bestimmte Dinge in diesen Tagen zu Bruch oder anderweitig in die Binsen gehen, spricht man von einem ungünstigen Moment, vor allem für Leute auf dem Land. Wenn der Filius gerade jetzt den eigentlich unkaputtbaren Klodeckel im Besucher-WC himmelt, ist das im doppelten Sinn mit Aufwand verbunden.

Wenn sich bei einer alleinstehenden 82-jährigen Seniorin ohne Internet und Auto gerade jetzt die Waschmaschine nach zwölfjähriger Top(lader)leistung mit lautem Knall verabschiedet, ist das noch blöder.

Nur gut, dass diese Generation noch den wöchentlichen Waschtag von früher kennt, mit Wäsche im Feuerkessel im Keller und kräftiger Hände Arbeit. Bis die neue Maschine eintrifft, wird’s wohl mit der Hand gehen (müssen).