Horschlitt, Gospenroda und Vitzeroda jagen Funklöcher

Werra-Suhl-Tal.  An mehreren Stellen in diesen Dörfern gibt es noch nicht mal richtigen Handyempfang.

Schnell mal auf dem Smartphone nach Benzinpreisen schauen, ein Bahnticket kaufen oder eine Nachricht an die Familie schicken? In drei Dörfern im Werratal gelingt das nicht. 

Schnell mal auf dem Smartphone nach Benzinpreisen schauen, ein Bahnticket kaufen oder eine Nachricht an die Familie schicken? In drei Dörfern im Werratal gelingt das nicht. 

Foto: Robin Kraska

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Die Deutsche Telekom startete dieses Jahr die Aktion „Wir jagen Funklöcher“, um von schlechter Netzqualität besonders betroffene Kommunen mit einem Funkmast auszurüsten. Auf die Initiative von Horschlitts Ortsteilbürgermeister Maik Klotzbach (SPD) wurde eine Bewerbung abgegeben, an der sich die Ortsteilbürgermeister von Gospenroda und Vitzeroda, Johannes Kümmel und Nadine Krahl (beide parteilos) beteiligten. Die schlechte Netzqualität in den Ortsteilen der Stadt Werra-Suhl-Tal ist hinlänglich bekannt und ein großes Problem, sowohl im privaten und erst recht im gewerblichen Bereich.

Durch die Digitalisierung verändern sich Arbeitsweisen und Kommunikationswege, und das nimmt Einfluss auf den Alltag, heißt es in einer Mitteilung. Alle Aktivitäten stünden und fielen in einer zunehmend digitalen Welt mit der Netzqualität und dem Breitbandausbau, beschreibt es Klotzbach. Insbesondere für die Jugend sei das mittlerweile ein Kriterium für Lebensqualität. Für viele gehöre es schon zur Grundversorgung. Auch Touristen und Urlauber störten sich immer wieder daran.

Noch gravierender sei es, dass wenn es zu Unfällen komme, an einigen Adressen in den drei Orten nicht mal einen Notruf absetzen zu können. An einigen Stellen mitten in den Ortsteilen gibt es keinen Handyempfang. Klotzbach: Wir möchten die Lebensqualität in unseren Dörfern verbessern, Vereine und Verbände durch eine gute Vernetzung stärken. Dazu brauchen wir eine gute Netzqualität, die uns an den neuen Möglichkeiten der Digitalisierung teilhaben lässt.

„Wir sind gespannt auf die Rückmeldung der Telekom. Sollte unsere Bewerbung Erfolg haben, werden wir die Bürger an der Standortsuche für den Funkmast beteiligen,“ erklärt Maik Klotzbach. Unzählige alte Fachwerkhäuser geben Eindruck von der langen Geschichte der Ortsteile und werden von den Einwohnern mit viel Liebe und Energie erhalten. Das schätzten auch die Touristen, die über den Werra-Burgen-Steig, den Lutherweg, den Ökumenischen Pilgerweg, den Werratalradweg oder als Wasserwanderer Halt machen.

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