Hunderte chillen und tanzen beim Medival an der Brandenburg

Lauchröden  Die Besucher der fünften Auflage des Elektro-Festivals Medival bei Lauchröden stecken auch einen Wolkenbruch weg. Das Line Up hinter dem Pult wartet mit Top-Musikern auf.

Das Publikum lässt sich von den Beats der DJ‘s beim Medival am Fuße der Brandenburg treiben.

Das Publikum lässt sich von den Beats der DJ‘s beim Medival am Fuße der Brandenburg treiben.

Foto: Jensen Zlotowicz

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Wie die vier Kernmacher Marcus Berg, Tommi Griebel, Tino Kärst und Philipp von SCH-Events Lauchröden und ihre Helfer das Elektro-Festival Medival am Fuße der Brandenburg in der mittlerweile fünften Auflage organisieren, ist höchst professionell. Es hat dennoch überregionale Ausstrahlung. Und doch bleibt das Festival bodenständig.

Das 17-stündige Medival von Samstagmittag bis Sonntagmorgen war Treffpunkt der Fans elektronischer Musik in reichlich Facetten, ein Schmelztiegel der Freaks und „Partypeople“, der Menschen, die neben der Musik auch das Ambiente, das Feeling an der Burgruine schätzen und genießen. An vieles haben die Medival-Macher gedacht, an Shuttle-Busse in die umliegenden Dörfer und Eisenach, an Campingplatz, an ein gestaffeltes Ticket-System an eine tadellose Versorgung, an Tischtennisplatten für die Nachmittags-Runde, Lichtshow (die war schon besser), Ausstattung und nicht zuletzt an Sicherheit. Die Security machte ihre Aufgabe konsequent, sicher nicht zur Freude mancher 15-Jähriger, die zur entsprechenden Uhrzeit das Feld oder ihren Rucksack räumen mussten, aber es brannte nichts an. Medival ist auch in dieser Beziehung vorbildlich.

Das Veranstalter-Quartett kann sich zudem auf eine Helferschaft aus dem Dorf und der Umgebung verlassen, die nicht nur beim Auf- und Abbau viel leistet und das Medival so auch zu einem in dieser Form seltenen Gemeinschaftsprojekt macht. Die Medival-T-Shirt verdeutlichten die große Helfer-Schaft, wozu übrigens auch die Eltern der Initiatoren gehören.

Das alles wissen auch DJ‘s zu schätzten, die gerne beim Medival an den Reglern stehen und die Veranstalter dafür anfragen. Das Line up konnte sich hören und sehen lassen, denn die Amazonen wie Bebetta, Alyne oder Vanessa Sukowski spielen längst eine gute Rolle im DJ-Geschäft. Mit Normen Flashkamp alias Solee gehörte ein Top-Musiker und Produzent zu den Protagonisten des Medival. Ob die Kleinen oder die Namhaften, sie alle forderten mit ihren Beats und Grooves eines heraus: tanzen, tanzen, tanzen. Dieser nonverbalen aber laut hörbaren Aufforderung kam das Partyvolk vor allem am Abend nach. Was bei eitel Sonnenschein und entspannter Atmosphäre begann, erfuhr am späten Nachmittag eine handfeste Dusche mit Wolkenbruch, Blitzen und Hagel. Das Medival wurde kurzzeitig unterbrochen, viele Gäste flüchteten in die Autos, die Harten blieben und nahmen das Wasser in Kauf. Als wäre (fast) nichts gewesen, ging es dann bis in die Morgenstunden weiter. Musikalisch kam jeder Elektro-Fan auf seine Kosten, selbst der Jurassic Park. Deep House und Techno waberten um die altehrwürdige Brandenburg ins Tal. Der Regenguss tat der Stimmung keinen Abbruch.

Umweltschutz ist für die Medivalisten übrigens kein Fremdwort, sicher im Naturschutzgebiet auch logisch. So wurde in diesem Jahr erstmals der gebrauch von Konfetti untersagt und die Besucher darauf hingewiesen, dass es ausreichend Aschenbecher gibt. Apropos: Die „Durchhalter“ des Festivals erlebten zwischen 4 und 5 Uhr morgens noch Aschenbach an den Reglern. Da waren andere Besucher allerdings schon Stunden im Bett und hatten sicher noch die Bässe im Kopf und das Kribbeln im Bauch.

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