Illegale Aktion im Hainich: Unbekannte zerteilen etwa 30 Baumstämme

Hainich.  Unbekannte zerteilen Bäume, die über Wegen liegen. Der Verdacht richtet sich gegen Radfahrer.

Es wurden immer etwa ein Meter lange Stücken herausgetrennt. Die Stämme lagen laut Parkverwaltung bewusst quer über dem Weg.

Es wurden immer etwa ein Meter lange Stücken herausgetrennt. Die Stämme lagen laut Parkverwaltung bewusst quer über dem Weg.

Foto: Nationalpark Hainich

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Unbekannte haben etwa 30 Baumstämme mit Motorkettensägen zerteilt, die quer über dem Wanderweg „Craulaer Kreuz“ lagen. Die Nationalparkverwaltung hat nach eigener Schilderung Fahrradfahrer im Verdacht, die sich „durch diese Aktion den Weg freigeschnitten“ hätten.

In der Tat seien solche querliegenden Stämme hinderlich für Radler, räumt die Parkverwaltung ein. „Dieser Wegeabschnitt ist aber gar nicht für den Radfahrer freigegeben, sondern wird illegal genutzt. Wäre es ein Radwanderweg, wären die Stämme bereits von der Nationalparkverwaltung behutsam zur Seite gezogen worden“, erklärte die Sprecherin des Nationalparks am Montag.

Bei jedem der Stämme sei ein etwa ein Meter langes Stück herausgetrennt worden – genau das, welches die Durchfahrt verhinderte.

Laut Parkverwaltung fallen immer wieder natürlicherweise Bäume um, sei es durch Schneebruch, Sturm oder Pilzbefall. In vielen Fällen würden solche Bäume bewusst liegen gelassen. Bei dickeren Stämmen oder auf dem Weg liegenden Kronen werde entweder mit der Seilwinde der Weg freigemacht oder der Wegeverlauf werde angepasst und schlängele sich um das Hindernis. Dadurch werde dem Besucher der Vorrang der Natur verdeutlicht sowie das Naturerlebnis gesteigert, ohne dass der Weg unpassierbar wäre.

Laut Parkverwaltung können illegale Aktionen wie dieser Baumfrevel mit Geldbuße bis zu 50.000 Euro sanktioniert werden.

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