Guten Morgen, Eisenach!

Im Wartburgkreis gilt: Sparen, sparen und nochmals sparen!

Norman Meißner über Winkelzüge der Energiekrise

Norman Meißner über Winkelzüge der Energiekrise

Foto: Jensen Zlotowicz

Norman Meißner über Winkelzüge der Energiekrise.

Mit der Aufkleberkampagne „Ich bin Energiesparer“ rief das Bundeswirtschaftsministerium im Jahre 1980 in der Bevölkerung zum Energiesparen auf. Seither haben die Deutschen ganz viel gespart, weniger an Energie, dafür mehr an Geld. Die auf der hohen Kante angesparten Beträge investiert der Ottonormalverbraucher jetzt in seine saftig steigenden Energierechnungen für Strom und Gas.

Auf Wunsch der Bundesregierung müssen die Kommunen jetzt richtig sparen. Ruhlas Bürgermeister Gerald Slotosch setzt die Vorgaben aus Berlin konsequent durch: „19 Grad in der Verwaltung, 16 Grad in der Bauhofwerkstatt!“

„16 Grad? Die Bauhofmitarbeiter sollen sich wohl warmarbeiten? – Da sind hohe Krankenstände programmiert?“ raunt ein Stadtratsmitglied.

Der Sparplan macht auch vor dem Dorfgemeinschaftshaus Kittelsthal nicht halt, das oft für Familienfeiern vermietet wird. „Die Leute sollen wohl fröstelnd mit zitternder Hand ihren Kaffee an der Kaffeetafel schlabbern?“ fragt der Stadtratskollege aus Kittelsthal. Auch auf dem Radweg zwischen Ruhla und Thal wird es zeitig duster, wie der Sparplan vorsieht.