Jakobschule Eisenach beweist, Schulessen kann besser schmecken

Eisenach  Wahl 2019: Minister Dieter Lauinger informiert sich in der Eisenacher Jakobschule, ob ein landesweites Förderprogramm Erfolge erzielte.

Gemeinsam mit Thor und Selma aß Minister Dieter Lauinger in Eisenach zu Mittag.

Gemeinsam mit Thor und Selma aß Minister Dieter Lauinger in Eisenach zu Mittag.

Foto: Katja Schmidberger

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Selma und Thor durften gestern mit einem richtigen Minister in der Schule essen. Während Selma wie Verbraucherschutzminister Dieter Lauinger (Grüne) an der Essensausgabe der Jakobschule Linsensuppe wählte, holte sich Thor Königsberger Klopse. Dabei erzählten die Kinder dem Minister, ob ihnen ihr Schulessen inzwischen besser schmeckt. „Es essen auch mehr Kinder“, bejaht Selma die Frage.

Dieter Lauinger selbst nutzte den Besuch in Eisenach, um sich zu überzeugen, wie das Förderprogramm zur Verbesserung der Schulverpflegungsqualität realisiert wurde. Demnach fördert das Land pro Essensportion bis maximal 1,30 Euro das Mittagessen an der Schule, wenn es nach Kriterien der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) zubereitet wird.

Seit Dezember 2018 kocht für die Jakobschüler der Gothaer Caterer Schmähling nach diesen Kriterien. Vieles hat sich zusätzlich verändert: Es gibt eine Salatbar, täglich frisches Obst aus dem Schulobstprogramm sowie ein vegetarisches Gericht. Neue Kombidämpfer sind mit Schuljahresstart im Einsatz, damit empfindliche Lebensmittel wie Erbsen, Kartoffeln, Fischstäbchen oder Brokkoli beim Ausgeben der Mahlzeiten noch appetitlich aussehen.

Gestern sollten zudem die neuen Möbel für den Speisesaal geliefert werden. Arbeiten für mehr Schallschutz, damit es im Speiseraum nicht so laut ist, werden noch folgen.

Der Minister kam aber am Vormittag nicht nur mit den Kindern, sondern auch mit Erziehern, der Schulleitung, Stadt und Caterer ins Gespräch.

Essensanbieter Uwe Schmähling macht aufmerksam, dass Caterer auch mehr Planungssicherheit brauchen, um von Banken Geld für Investitionen zu bekommen. Auch gutes Personal wolle mehr Sicherheit. Oft gebe es in anderen Regionen nur Ein-Jahres-Verträge, so Schmähling.

Preise für Mahlzeiten sollen gleich bleiben

Der Verbraucherschutzminister berichtete, dass das Förderprogramm auch in den Folgejahren bleiben soll. Gelder dafür sind im Haushalt 2020 eingestellt. Das Programm werde zudem ausgeweitet, sodass nicht nur eine Schule im Kreisgebiet ausgewählt werden kann. Das hörte Sozialdezernent Ingo Wachtmeister (SPD) gern. Bereits bei der ersten Förderperiode habe es mehrere interessierte Schulen gegeben.

Die Stadt hat auf das Interesse bereits reagiert. So sind beim Umbau von Gemeinschaftsschule sowie bei den Planungen für die Generalsanierung der Mosewaldschule zusätzliche Anschlüsse in den Küchen vorgesehen, damit auch hier vielleicht in Zukunft einmal mit Kombidämpfern gearbeitet werden kann.

Kern der Idee, so Minister Dieter Lauinger, sei es, Kinder zu gesunderer Ernährung zu führen, das Schulessen zu verbessern, aber nicht die Essenspreise zu erhöhen. Deshalb die Subventionierung durch den Freistaat.

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