Karneval in der Wartburgregion schweren Herzens abgesagt

Wartburgregion.  Corona und seine Umstände zwingen die Faschingsvereine der Region dazu, das närrische Treiben zum Elften-Elften und auch zu Beginn des neuen Jahres abzusagen - schweren Herzens.

Da hilft kein Beten und auch kein teuflischer Beistand, die Faschingsvereine der Region haben die Veranstaltungen zum Elften-Elften, Rathausstürme und auch die Sitzungen im neuen Jahr abgesagt.

Da hilft kein Beten und auch kein teuflischer Beistand, die Faschingsvereine der Region haben die Veranstaltungen zum Elften-Elften, Rathausstürme und auch die Sitzungen im neuen Jahr abgesagt.

Foto: Jensen Zlotowicz

Die im Thüringer Karnevalsverband organisierten Vereine haben gerade ein Schreiben erhalten, in dem der Verband das Reglement und die Möglichkeiten aufzeigt, wie Faschingsveranstaltungen im Saal stattfinden könnten. Manuela Woth, Vorsitzende des Untersuhl-Gerstunger Carneval-Vereins, hat das gelesen und reagiert: „Für uns ist das unrealistisch und nicht zu leisten. Das könnten vielleicht Vereine in Großstädten, aber nicht wir auf dem Dorf.“ Mit Rahmenbedingungen wie sie der Landesverband aufzeigt, werde auf dem Dorf kein Fasching gefeiert. Alle aktuellen Entwicklungen im kostenlosen Corona-Liveblog

In Gerstungen wolle man die Saisonabsage zum 11. November verkünden. Alle Faschingsvereine zwischen Treffurt und Dankmarshausen, zwischen Gerstungen und Behringen haben den Start in die Saison abgesagt und fast alle auch die Gala- und Prunksitzungen um den Rosenmontag. Das haben alle schweren Herzens getan, denn der Fasching ist vielerorts eine der Bastionen des kulturellen Lebens. Noch betrübter sind jene Vereine, denen ein Jubiläum ins Haus gestanden hätte. Die Vereine in Etterwinden und Fernbreitenbach wollten ihren 50. Geburtstag gebührlich feiern.

In Etterwinden will der Vorstand eventuell eine Mitgliederversammlung einberufen, um die Absage im Februar von allen Mitgliedern absegnen zu lassen. Die Fernbreitenbacher wollen das Jubiläum zumindest intern begehen, im kleinen Kreis, im Freien mit Überdachung. Einige Protagonisten zählen zur Risikogruppe.

In Lauchröden will man über den kompletten Saisonausfall Anfang nächsten Jahres entscheiden, je nachdem wie Corona-Regelungen dann aussehen. Die Hoffnung stirbt zuletzt. Hoffnung hatten auch anderen Vereine, doch wissen alle wie schwer bis aussichtslos es ist, ein gehaltvolles Show-Programm in nur wenigen Wochen auf die Beine zu stellen. Es jetzt anzurichten, um es im Februar in die Tonne zu klopfen mache keinen Sinn, so der Tenor aus den Vereinen.