Lieferung von Masken und Overalls an den Wartburgkreis verspätet sich

Wartburgkreis.  Landrat Reinhard Krebs (CDU) tritt Gerüchten um eine 105.000-Euro-Bestellung entgegen.

Die Schutzmaskenbestellung des Kreises lässt noch auf sich warten.

Die Schutzmaskenbestellung des Kreises lässt noch auf sich warten.

Foto: Marco Schmidt

„Auch wir versuchen natürlich über alle Kanäle, Schutzausrüstung zu organisieren. Aber wir hoffen natürlich sehr, dass es dem Freistaat Thüringen gelingt, so viel zu bestellen und geliefert zu bekommen, dass es dann auch auf die Kreise und kreisfreien Städte verteilt werden kann“, sagte Landrat Reinhard Krebs (CDU) auf die Frage, ob auch der Wartburgkreis solche Schutzausrüstung bestellt. Wie schwierig solch ein Unterfangen gerade ist, wo die ganze Welt wegen des Corona-Virus auf der Suche nach dieser Schutzausrüstung ist, hat der Wartburgkreis aber schon erfahren dürfen. Alle aktuellen Entwicklungen im kostenlosen Corona-Liveblog.

Man hatte 10.000 sogenannte FFP 2-Masken bestellt, also jene, die auch für das Personal an den Kliniken wichtig sind. Dazu kamen noch 2180 Einweg-Schutzoveralls. Alles zusammen hat die Order einen Gesamtwert von 105.000 Euro, auch in der Erwartung, dass man dieses Geld später vom Land erstattet bekommt. Doch aus der versprochenen schnellen Lieferung wurde dann doch nicht. Nun ist die Ankunft dieser Schutzausrüstung für Mitte Mai avisiert.

Das Gerücht, der Wartburgkreis sei da einem nicht seriösen Lieferanten aufgesessen, weist Krebs entschieden zurück. „Wir bestellen nur bei seriösen Anbietern, die agieren aber auch auf einem derzeit sehr schwierigen Markt. Unserer Lieferung verspätet sich aber nur“. Aber nicht nur an dieser Stelle ärgert sich Krebs zunehmend, dass zum Teil versucht werde, nun mit der Verbreitung von Gerüchten „politisches Kapital aus der Krise zu schlagen. Das finde ich extrem befremdlich“.

Was nun die Schutzausrüstung angehe, so stelle diese besagte Bestellung bei einem deutschen Unternehmen ja auch nur eine Momentaufnahme dar. Über die Rettungsdienste der Region kenne man im Landratsamt genügend Anbieter, mit denen man seit Jahren schon punktuell gut zusammenarbeite. Krebs: „Der taktisch-operative Stab, den wir hier im Landratsamt wegen der Corona-Krise gebildet haben, ist weiterhin bemüht, andere Bezugsquellen für Schutzausrüstung aufzutun.“