Mit Demut und Freude seit 30 Jahren

Ifta.  Ifta feiert mit hessischen Nachbargemeinden die Grenzöffnung vor 30 Jahren.

Die Schüler der Treffurter Regelschule spielten gekonnt, wie sie die Öffnung der Grenze verfolgt hatten.

Die Schüler der Treffurter Regelschule spielten gekonnt, wie sie die Öffnung der Grenze verfolgt hatten.

Foto: Rüdiger Schwanz

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Zum 25-jährigen Gedenken der Grenzöffnung hatten sich die hessischen Nachbargemeinden Rittmannshausen und Lüderbach mit den Iftaern im Jahr 2014 erst in dieser Form getroffen, in der sie traditionell gemeinsam der Öffnung der Grenze am Montagabend am Baumkreuz gedachten. Und der kleine Gedenkgottesdienst gehörte auch in diesem Jahr an den Beginn des kleinen Festes, wobei der Montagabend niemanden abschreckte zur Feier zu kommen. Viele Gäste waren schon beim Betreten der Kirche überrascht, hier fast 200 Gottesdienstbesucher vorzufinden. Pastorin Susanne Maria Breustedt und der hessische Pfarrer Rüdiger Pütz erinnerten da zunächst an die von Gebeten und Kerzen begleitete friedliche Revolution vor 30 Jahren und Schüler der 9. und 10. Klassen der Treffurter Regelschule spielten in einem kurzen Ausschnitt, wie sie die Grenzöffnung erlebt hatten.

Mit Theaterpädagogen des Landestheaters hatten die Schüler das Thema „Freiheit und Mauerfall“ erarbeitet und künstlerisch umgesetzt. Schon im Vorfeld des Abends hatten sich die Organisatoren darauf verständigt, die Aufführung vom 9. November im Eisenacher Landestheater im Ausschnitt in die Iftaer Kirche zu holen, weil sich der Anlass der Grenzöffnung ideal anbot. Die Schüler dankten es mit einem erfrischenden und überzeugenden Auftritt , der mit reichlich Applaus honoriert wurde. Der Gesangverein Frohsinn mit „Ich lobe meinen Gott“, die Fürbitten von Susanne Maria Breustedt und Sabine Oberlies mit dem Kyrieleison und der abschließend gemeinsam gesungene Kanon „Dona nobis pacem“ gaben dem Gottesdienst darüber hinaus ein sehr feierliches Gepräge.

Einige der nach der Andacht am Ausgang gereichten Kerzen blies dann zwar der heftige Wind aus, dennoch trugen viele das Licht der Hoffnung in die Nacht hinaus bis zum Iftaer Bürgerhaus in die ehemalige Schule. Alle Iftaer Vereine brachten sich hier in die Betreuung und Versorgung der Gäste ein und die Iftaer Musikanten hielten als Einheitskapelle musikalisch die Stimmung hoch. Mit Rück- und Ausblicken reflektierten Ortsteilbürgermeister Wolfgang Uth, Bürgermeister Michael Reinz und Ringgaus erster Beigeordneter Stefan Cordes auf die Grenzöffnung und die Zeit danach.

Ortschronistin Susanne Schwerd kündigte indes die von Schülern der Mihlaer Regelschule erarbeitet Dokumentation einer Grenzwanderung mit Zeitzeugen an, die als kleines Video während des Abends auf der Leinwand mitlief. Zudem zog die zeitgeschichtliche Ausstellung im Flur die Blicke vieler Besucher auf sich, die sich vor allem um die Fotos der Grenzöffnung drängelten. Schließlich waren von der Kirche zwar nicht alle Gäste mit ins Bürgerhaus gezogen, dennoch tummelten sich auch hier etwa 150 Gäste im Gebäude oder draußen. Gesprächsstoff gab es bis in den späten Abend hinein ohnehin genug auszutauschen und in der feierlichen Stimmung wurde sogar das Tanzbein geschwungen.

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