Mit vereinten Kräften Barrieren abbauen

Eisenach  Die Wanderausstellung „Inklusion im Blick“ in der Foyer-Galerie der Wartburg-Sparkasse ist Auffaktort für ganz Deutschland.

Joachim Leibiger, Thüringens Beauftragter für Menschen mit Behinderung, sagt zur Ausstellung: „Wir sind zwar anders, haben aber die gleichen Träume.“

Joachim Leibiger, Thüringens Beauftragter für Menschen mit Behinderung, sagt zur Ausstellung: „Wir sind zwar anders, haben aber die gleichen Träume.“

Foto: Norman Meißner

Die Fotografien auf 15 ausgewählten Schautafeln, die die Besucher derzeit in der Foyergalerie der Wartburg-Sparkasse zu Gesicht bekommen, provozieren auf den ersten Blick, aber schon der zweite regt zum Nachdenken an. In der Wanderausstellung „Inklusion im Blick“ stellen Künstler ihre Sicht zum Thema dar, die selbst täglich Barrieren erleben. Die Bilder und Begleittexte, die in Braille, in leichte Worten, in Gebärdensprache sowie als Audio-Bildbeschreibung verfügbar sind, führen dem Betrachter gesellschaftliche Einschränkungen vor Augen, mit denen Behinderte heute im Alltag kämpfen, begleitet vom Zwang, die Hürden und Hindernisse überwinden zu müssen.

„Wir sind zwar anders, haben aber die gleichen Träume, Wünsche und Nöte wie jeder Mensch und deshalb verstecken wir uns nicht, sondern sind voll im Leben und leisten unseren Beitrag für die Gesellschaft“, betonte Jo­achim Leibiger, Beauftragter für Menschen mit Behinderung in Thüringen, zur Ausstellungseröffnung.

Eisenach sei nicht nur Auftaktort der Wanderausstellung durch Thüringen, sondern Startpunkt durch alle Bundesländer. „Die Ausstellung steht unter dem Motto ,Sehen, hören, begleiten und verstehen‘ und wurde vom Sozialdenker Verein initiiert“, erzählte Michael Hänsch vom Diakonisches Bildungsinstitut Johannes Falk, dem Partner für den Ausstellungsort Eisenach. Während der dreiwöchigen Ausstellungszeit sind drei Aktionen geplant. Am Donnerstagnachmittag, 28. Februar, gibt es eine Aktion mit der Kunstwerkstatt. Dabei werden Portraits mit Passanten gestaltet. Eine Woche später, 7. März, versuchen Schüler des Luthergymnasiums, mit Passanten über Gebärden in Austausch zu treten. Zum Ende von Deutschlands erster Ausstellung in dieser Form findet am 11. März eine weitere Vernissage in Eisenach statt. „Ein Klasse des DBI hat sich zum Thema Gedanken gemacht und dies künstlerisch zu Papier gebracht“, erzählte Michael Hänsch, der die Eröffnung mit seiner Gitarre begleitete.

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