„Notinseln“ geben Hilfe und Sicherheit

Seebach.  Gewerbetreibende und Gemeinde Seebach sind Partner des Projektes der Kinderschutz-Stiftung.

Auch die Gemeinde Seebach macht mit beim bundesweiten „Notinsel"-Projekt. Die Schirmherrschaft für den Ort übernahm Bürgermeister Gerrit Häcker (rechts), hier mit Mitarbeiterin Julia Patzenhauer.

Auch die Gemeinde Seebach macht mit beim bundesweiten „Notinsel"-Projekt. Die Schirmherrschaft für den Ort übernahm Bürgermeister Gerrit Häcker (rechts), hier mit Mitarbeiterin Julia Patzenhauer.

Foto: Anja Kirchhof

Nun gehört auch die Gemeinde Seebach zur „Notinsel“-Familie in der Region. Die Verwaltung selbst wie auch mehrere Gewerbetreibende machen wie in anderen Kommunen der Region bei diesem Hilfsangebot für Kinder und Jugendliche mit.

Kinder und Jugendliche sind sowohl auf ihrem Schulweg, als auch in der Freizeit immer häufiger Gefahren und Problemen ausgesetzt. Die Gemeinde Seebach möchte diese Wege sicherer machen und hat sich, so Bürgermeister Gerrit Häcker (parteilos), über den Notinsel-Partner Sozialwerk Meiningen gGmbH dem bundesweiten Notinsel-Projekt angeschlossen. Die Notinsel ist eine Initiative der Deutschen Kinderschutzstiftung „Hänsel und Gretel“. Schirmherr für das Projekt in Seebach ist Bürgermeister Gerrit Häcker.

Zufluchtsort, an dem Kindern geholfen wird

Als Mitarbeiterin Julia Patzenhauer das Notinsel-Projekt für Seebach vorgeschlagen hatte, war „mir klar, dass ich dieses Projekt sehr gern auch persönlich als Schirmherr unterstützen will“, berichtet Familienvater Gerrit Häcker. Kern des Projektes sind Notinsel-Geschäfte, die mit einem Aufkleber an Tür oder Schaufenster Kindern anzeigen, dass ihnen in Notsituationen geholfen wird: „Wo wir sind, bist du sicher“, lautet das Motto.

Notfälle, dass können ein plötzliches Unwetter sein, ein aufgeschlagenes Knie, ein verpasster Bus, Mobbing durch Mitschüler oder auch Belästigung durch eine fremde Person. „Die Notinsel schafft für Kinder, die sich bedroht fühlen und Hilfe benötigen, einen Zufluchtsort, an dem ihnen geholfen wird. Auch die kleinen Wehwehchen werden bei den Notinsel-Geschäften ernst genommen“, so Patzenhauer. Notinsel ist ein bundesweites Projekt, das Kindern in Not- und Gefahrensituationen Schutz bieten soll.

Sowohl die Mitarbeiter des Kindergartens und der Schulen, als auch die der angesprochenen Geschäfte in Seebach reagierten durchweg positiv auf die Idee der Notinsel und boten ihre Unterstützung bei der Umsetzung an. So wird zum Beispiel die Funktionsweise der Notinsel-Geschäfte im Unterricht und bei Elternabenden aufgegriffen.

Die ersten Geschäfte in Seebach haben ihre Teilnahme als Notinsel-Standort sofort zugesagt. In der Nähe von Kindergarten und Grundschule sind das die Johannes Apotheke, der Geschäftsraum von Christian Zarate, der Groschenmarkt und das Geschäft von Elektrotechnik Knittel. Entlang der Neuen Straße / Bundesstraße 88 sind die Autowerkstatt von Gunter Herrmann und die Allianz-Versicherung von Sandra Hähnel mit an Bord. Neben der Gemeinde Seebach selbst sind die Gemeindebibliothek und der Jugendclub „Red Cube“ Notinsel-Standorte. Hinzu kommt die Regelschule „Johannes Dicel“ als Partner des Projektes.

„Ein großer Mehrwert an diesem Projekt sind die Signale, die wir Kindern und Erwachsenen senden“, sagt Julia Patzenhauer. Allein durch die Präsenz der Aufkleber zeige die Gesellschaft den Kindern, dass sie wichtig seien, gehört und ernst genommen würden. Erwachsene hingegen würden auf der anderen Seite aber auch außerhalb der Geschäfte animiert, hinzuschauen, zuzuhören und aktiv zu werden. Julia Patzenhauer: „Und so führen Projekte wie dieses Generationen wieder zueinander und fördern gegenseitiges Verständnis.“