Optimale Behandlung in Eisenach bei Multipler Sklerose

Peter Rossbach
| Lesedauer: 3 Minuten
Das Zertifikat als MS-Zentrum erhielten die Klinik für Neurologie am St.-Georg-Klinikum und die Praxis für Neurologie der Poliklinik. Facharzt Oliver Tiedge bekommt das Zertifikat aus den Händen von DMSG-Landesgeschäftsführerin Renate Wida-Vogel

Das Zertifikat als MS-Zentrum erhielten die Klinik für Neurologie am St.-Georg-Klinikum und die Praxis für Neurologie der Poliklinik. Facharzt Oliver Tiedge bekommt das Zertifikat aus den Händen von DMSG-Landesgeschäftsführerin Renate Wida-Vogel

Foto: Peter Rossbach

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Eisenach  Die Poliklinik und St.-Georg-Klinikum erhalten Zertifikat „MS-Zentrum“.

Die Voraussetzungen für die Zertifizierung waren schon länger erfüllt. „Wir mussten es eben einfach mal zusammenschreiben, den Antrag ausfüllen und einreichen“, sagt Dr. Oliver Tiedge. Er ist Facharzt für Neurologie an der Praxis für Neurologie der Poliklinik Eisenach und nahm nun gemeinsam mit Vertretern des Eisenacher St. Georg-Klinikums die Zertifizierung als „MS Zentrum“ in Empfang. Dieses Zertifikat erhielt allerdings nicht nur die Praxis für Neurologie der Poliklinik, sondern auch die Klinik für Neurologie des Krankenhauses unter Chefarzt Alexander Stricker sowie die Erfurter Praxis von Tiedge selbst. Erteilt wird das Zertifikat von der Deutschen Multiple-Sklerose-Gesellschaft (DMSG).

Die Multiple Sklerose ist die häufigste chronisch entzündliche Erkrankung des zentralen Nervensystems, wobei insbesondere jüngere Erwachsene neu erkranken. Große Erfolge konnten in den letzten Jahren in der Forschung errungen werden, um neue gut wirksame Medikamente einsetzen zu können.

„Die Versorgung von Patienten, die an einer Multiplen Sklerose (MS) erkrankt sind, hat in der Poliklinik Eisenach in den letzten Jahren einen immer größeren Stellenwert eingenommen.“, so Tiedge. Er ist seit sechs Jahren an der Eisenacher Poliklinik als Facharzt für Neurologie tätig und hat in dieser Zeit in Eisenach und seiner Erfurter Praxis den Schwerpunkt zu Behandlung von MS-Erkrankten etabliert. Inzwischen werden mehr als 400 MS-Patienten behandelt. Dabei reicht das Einzugsgebiet von „Fulda bis ins Vogtland“, so Tiedge. Das zeige die überregionale Wirkung, die vom Klinikum ausstrahle. Schließlich gebe es rein statistisch auf 100.000 Einwohner etwa 20 MS-Patienten.

Möglich geworden sei dies vor allem auch, weil sich sein Team durch intensive Fort- und Weiterbildungen immer auf dem neuesten Stand der Behandlungsmethoden halte, lobte Tiedge . „Wir können alle neuen Immuntherapien auch hier anwenden im Sinne der Patienten“, so der Facharzt.

Überdies sei die enge Zusammenarbeit der Praxis für Neurologie der Poliklinik mit der Klinik für Neurologie am Krankenhaus von besonderem Vorteil. „Dieses Netzwerk erlaubt es uns noch viel individueller Therapien einsetzen zu können“, so Tiedge.

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Zusammenarbeit von großem Vorteil

Zudem ermögliche diese Zusammenarbeit nicht nur eine sofortige Anschlussdiagnostik, sondern vor allem “hat der Patient an 365 Tagen im Klinikum einen Ansprechpartner und eine Anlaufstelle“, so Tiedge.

Das war natürlich auch ein positiver Aspekt bei der Bewerbung bei der DMSG, berichtete Landesgeschäftsführerin Renate Wida-Vogel, die die Zertifikate überreichte. Aber natürlich stünden die fachliche Qualifikation der Ärzte und des medizinischen Fachpersonals sowie moderne Technik für Diagnostik und Therapie als zu erfüllende Kriterien oben auf der Liste.

Dazu komme, dass natürlich eine gewisse Anzahl an Patienten behandelt werden müssen, um eben auch genügend Erfahrung nachweisen zu können. Die abgestimmte Organisationsstruktur in Eisenach sorge aber zusätzlich für eine optimale Versorgung. Erfüllen Ambulanzen und Kliniken diese Qualitätsmerkmale können sie als MS-Zentrum ausgezeichnet werden.

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Klinikums-Geschäftsführer Thomas Breidenbach und der Ärztliche Direktor des Klinikums Professor Heiko Wunderlich wiesen auf einen weiteren positiven Aspekt hin. Sie betonten insbesondere die Bedeutung der Wissensweitergabe vor allem auch an die jungen Kollegen in Medizin und Pflege, die durch Tiedge und Chefarzt Strickler auch auf diesem Gebiet forciert werde.

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