Party-Puls schießt schnell in die rote Zone

Eisenach.  Ein glänzender Mosaikstein im gesellschaftlichen Leben der Stadt Eisenach ist und bleibt die Shownight de luxe, die Party Nr. 5, im Hotel Thüringer Hof.

Die Frankfurter Band King Kamehameha zündet in der Hotel-Lobby bei der Shownacht Party Nr. 5 im Thüringer Hof ein fulminantes Hitfeuerwerk.

Die Frankfurter Band King Kamehameha zündet in der Hotel-Lobby bei der Shownacht Party Nr. 5 im Thüringer Hof ein fulminantes Hitfeuerwerk.

Foto: Jensen Zlotowicz

Nein, es war nicht die letzte Party Nr. 5, die Veranstalter Arne Setzepfandt in Eisenach auf die Beine stellte. Wie „stille Post“ wurde diese Vermutung bei der Shownacht am Samstag verbreitet. Es mag vielleicht daran liegen, dass Setzepfandt sein Engagement in der Wandelhalle zurückschraubt und dass das Hotel Thüringer Hof ab Juni im Erdgeschoss komplett im Wiener Stil umgebaut wird. Aber, sagt der Veranstalter klar: Es geht im Jahr 2020 mit diesem Party-Schmankerl weiter.

Nicht ganz ausverkauft war die Glamour-Nacht in diesem Jahr, ein paar Tickets hatte es im Vergleich zu den Vorjahren noch gegeben. Doch auch so war es vor allem in der Lobby, dem Epizentrum der rauschenden Party, verdammt eng. Hautkontakt unvermeidbar. Das Publikum, das vielfach Gala und Geschmeide ausführte, war dort spätestens ab Mitternacht außer Rand und Band. Dafür sorgte Deutschlands angeblich beste Partyband, die King Kamehameha Clubband aus Frankfurt/Main. Was diese Truppe abfeuerte, war ein Feuerwerk, das die Stimmung durch die Decke gehen ließ.

Zum Tanzen und Abfeiern waren die Leute vor allem gekommen, viele auch zum Zocken – nicht nur männliche Gäste. Einmal mehr bot die Party einen Casino-Betrieb mit Roulette, Black Jack und Poker. Den drei erfolgreichsten Spielern winkten beachtliche Preise. Über 1500 Euro, überschlug Arne Setzepfandt, wurden beim Casino-Betrieb eingespielt. Die Summe spendet der Veranstalter jedes Jahr für die Weihnachtsfeier für Kinder aus Elternhäusern mit wenig Einkommen.

Die exklusive Party Nr. 5 ist und bleibt ein Magnet auch für Gäste aus dem weiteren Umland. Keiner musste sein Kommen und die 45 Euro pro Ticket bereuen. Der Abend mit erstklassiger Livemusik auf drei Ebenen, mit kulinarischen Köstlichkeiten, mit einer Prise Dekadenz, mit Schaulauf-Attribut und mit einem tollen Flair ist jeden Euro wert. Das Konzept will Setzepfandt nicht verändern. Es hat sich bewährt, und das Publikum dankt die hohe Qualität. Daran hat das Hotel-Team großen Anteil. Etwa 80 Menschen kümmern sich an diesem Abend um das Wohl und das Vergnügen der Gäste.

Bands wie Floyd Pepper & The Swing Club oder Radionation aus Leipzig sind Garant für musikalischen Genuss. DJ’s hielten das Stimmungsbarometer in den Pausen oben. Der Puls der Party-Gäste schoss reihenweise in die rote Zone.

Erhöhten Blutdruck gab es unter Gästen sicher auch bei den Auftritten von Xarah von den Vielenregen, einem international bekannten Burlesque-Starlet. Das „Chamäleon der Nacht“, wie wird sie genannt wird, brachte freizügig die Sinnlichkeit der 1920er-Jahre zurück.

Fazit: Diese Party ist ein Meilenstein im gesellschaftlichen Leben der Stadt, den man liebt oder ablehnt.

Zu den Kommentaren
Im Moment können keine Kommentare gesichtet werden. Da wir für Leserkommentare in unserem Internetauftritt juristisch verantwortlich sind und eine Moderation nur während unserer Dienstzeiten gewährleisten können, ist die Kommentarfunktion wochentags von 22:00 bis 08:00 Uhr und am Wochenende von 20:00 bis 10:00 Uhr ausgeschaltet.