Paukenschlag beim Trainer-Einstand

Eisenach  Handball: B-Jugend des ThSV Eisenach sorgt mit 33:27 gegen SC Magdeburg für faustdicke Überraschung

Frenetsch bejubelte Eisenachs Wechselspieler jeden Treffer und jede Parade ihrer Teamkollegen. Am Ende gewann das Seidel-Team klar mit 33:27.  

Frenetsch bejubelte Eisenachs Wechselspieler jeden Treffer und jede Parade ihrer Teamkollegen. Am Ende gewann das Seidel-Team klar mit 33:27.  

Foto: Mike El Antaki

Am ersten Spieltag der neuen Saison in der Mitteldeutschen Oberliga der männlichen Jugend B sorgten die Talente des ThSV Eisenach für eine faustdicke Überraschung. Sie bejubelten ausgelassen einen 33:27 (14:12)-Erfolg über den SC Magdeburg. Aus einer geschlossenen Mannschaftsleistung ragten Paul Jegminat mit 10 sowie Karl-Marius Schnell und Tizian Reum mit je acht Treffern sowie Torhüter Louis Kleinschmidt (parierte 17 Bälle) heraus.

Der ThSV Eisenach profitierte von der einjährigen Erfahrung in der Mitteldeutschen Oberliga gegen die überwiegend mit dem jüngeren Jahrgang angereisten Talente aus dem Magdeburger Handballgymnasium. Die Wartburgstädter hatten an diesem Tag körperliche Vorteile. Trainer Uwe Seidel freute sich über seinen gelungenen Einstand. Er hatte gegen die überaus offensive Abwehr der Elbestädter den richtigen taktischen Anzug geschneidert, den seine Schützlinge bestens umsetzen. Mit viel Bewegung wurden Räume geschaffen, die insbesondere Karl-Marius Schnell und Tizian Reum mit ihren individuellen Qualitäten zu Torerfolgen nutzten. „Wir haben im Rückraum richtig Betrieb gemacht, dadurch auch unseren Kreisläufer und die Außen freigespielt“, analysierte Uwe Seidel. Er verwies aber im gleichen Atemzug auf die Defensivleistung: „Unsere mit ganz viel Herzblut und Kampfgeist operierenden 6:0-Abwehr legte das Fundament.“

Die ThSV-B-Jugend sprühte von Beginn vor Ehrgeiz und Einsatzbereitschaft. Louis Kleinschmidt heizte mit einem parierten Siebenmeter einschließlich Nachwurf die Stimmung zusätzlich an. Obwohl die Seidel-Schützlinge schon in der 12. Minute die dritte Zeitstrafe kassierten, lagen sie nach einem von Paul Jegminat abgeschlossenen Konter mit 7:5 vorn. Die Gäste versuchten es mit einem Wechsel auf der Regieposition, mit kurzzeitigem Erfolg zum 10:10 (21.). Der letztmalige Gleichstand! Immer wieder marschierte Karl-Marius Schnell mit Vehemenz in die sich bietenden Räume Richtung SCM-Kasten und vollendete. Paul Jegminat ließ sich beim 11:10 nicht abschütteln. Einen Gegenstoß nach Ballgewinn vollendete Philipp Bourtal zum 12:10 (22.). Hernach waren Tore erst einmal Mangelware. Mit einem 14:12 ging es in die Halbzeitpause.

Ungebremst, mit Leidenschaft pur, kehrten die ThSV-Youngster aus der Pause zurück. Jeder hatte nun begriffen, den großen SCM bezwingen zu können. Hinten wurden die Räume mit gegenseitigen Aushelfen geschlossen, SCM-Würfe immer wieder geblockt (Ole Gastrock-Mey). Nach vorn waren Power, Kreativität und entschlossener Torwurf angesagt. „Wir fanden stets die richtigen Lösungen“, strahlte Trainer Uwe Seidel. Rückraumspieler Tizian Reum markierte das 19:15 (31.). Keeper Louis Kleinschmidt gab die Vorlage für Paul Jegminat zum 23:17 (36.). Nun taute auch Ole Sandrock-Mey im Angriff auf, gab aus dem Fernwurfbereich Proben seines Repertoires. Zwei Auszeiten kurz hintereinander nutzten den Talenten des SC Magdeburg nichts. Wer wollte es ihnen verdenken, dass die Eisenacher ie nach dem Abpfiff ausgelassen tanzten und sangen. Einen SC Magdeburg schlägt man wahrlich nicht alle Tage.

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