Radweg saniert und bald auch bienenfreundlich

Seebach.  Die Verbindung zwischen Seebach und Thal hat nun auch Licht für die Nacht und Bänke zum Ausruhen.

15 LED-Laternen beleuchten den sanierten Radweg zwischen Seebach und Thal in Nacht – taghell. 

15 LED-Laternen beleuchten den sanierten Radweg zwischen Seebach und Thal in Nacht – taghell. 

Foto: Peter Rossbach

Es hat fast doppelt so lange gedauert als geplant, aber nun ist die Sanierung mit Beleuchtung und Bänken des Radweges von Seebach nach Thal endlich fertig. Seebachs Rathauschef probierte das 420 Meter lange Stück Weg auch gleich mit dem Rad aus, vorbildlich mit Helm versteht sich. „Mit der Freigabe des Weges leisten wir ein weites Stück zur Verbesserung der Radwege-Verbindung zwischen Rennsteig und Städtekette“, freut sich Häcker.

Um die Verbindung aber komplett hinzubekommen, seien nun auch noch die Nachbarn in Richtung Gotha gefragt. „Da muss man einfach regional denken, das kann eine Gemeinde nicht allein“, so der Seebacher Bürgermeister. Als nächstes wäre die Strecke vom anderen Ende des Ortes in Richtung Schmerbach bis hoch aufs „Gericht“ an der Reihe, um eben die Verbindung Richtung Waltershausen/Tabarz und Städtekette hinzubekommen. Vielleicht gelänge, so Häcker, aber auch vom „Gericht“ noch eine Art Rundparcours um Seebach durch den Wald.

Die Arbeiten an den 420 Meter Radweg haben vom Beginn bis zur Freigabe rund 12 Wochen gedauert statt der geplanten sieben Wochen. Probleme mit einem Subunternehmer, lange Lieferzeiten für die neuen LED-Lampen und Corona kamen als Gründe für den Zeitverzug zusammen, resümiert Enrico Krause, Geschäftsführer der Baufirma. Und zu guter Letzt hieß es noch auf die nachbestellten drei Lampen für das Thaler Gebiet warten.

Die Sanierung des Radweges erfolgte im Hocheinbau. Die vorhandene Asphaltdecke musste partiell ausgebessert werden, danach wurde über die gesamte Fläche ein Asphaltgitter verlegt und eine neue Asphaltdeckschicht mit im Mittel sechs Zentimetern Stärke aufgebracht. Da es sich hier um eine Sanierung und nicht um einen Neubau handelt konnte die bestehende Radwegebreite von 2,00 m nicht verändert werden. Beidseitig ist außerdem ein 50 Zentimeter breiter überfahrbarer Bankettbereich hergestellt worden. Durch die Sanierung kann das Stück Weg damit rechnen, nun auch als offizieller Teil der Thüringer Waldrandradroute-Nord geführt zu werden.

14 neue LED-Laternen auf Seebacher plus drei in der Gemarkung Gebiet sorgen nun auch in der dunklen Jahreszeit für eine ausreichende Beleuchtung des Radweges, um eine sichere Fahrt zu ermöglichen. Ebenso wurden zwei neue Bänke mit Abfallbehältern in der Mitte und am Ende des Weges aufgestellt. Der Verweilbereich am Ortseingang von Seebach blieb unverändert und kann weiterhin genutzt werden.

135.000 Euro an reinen Baukosten sind da zusammengekommen. 15.000 Euro an Baunebenkosten für Vermessung, Baugrundgutachten und Planung kommen für den Seebacher Haushalt noch dazu. Die Stadt Ruhla wird für die drei Lampen auf Thaler Gebiet 8000 Euro aufbringen.

Fertig sind die Seebacher aber mit der Ecke dort noch nicht. Direkt zu Beginn des Radweges hat der Bauhof gemeinsam mit der Arbeitsgruppe für ein Bienen- und Insektenfreundliches Seebach (BIFS) eine weitere Umgestaltung geplant: Im Herbst werden die alten Apfelrosensträucher, die die Einfahrt zur Hauptstraße säumen, mitsamt der Erde entfernt. An dieser Stelle wird nach der Empfehlung der BIFS eine für die Region passende Staudenmischung gepflanzt. Dies ist eine von mehreren Aktionen im Herbst, mit denen die Gemeinde Seebach Stück für Stück insektenfreundlicher gestaltet werden soll.