Runden laufen nicht nur für den neuen Spielplatz

Jensen Zlotowicz
| Lesedauer: 3 Minuten
Mit Feuereifer starten Kinder der Diakonia-Einrichtung Spielkiste zum Sponsorenlauf, begleitet und betreut von Erzieherinnen, Eltern und Großeltern, links Einrichtungsleiterin Susanne Schumann.

Mit Feuereifer starten Kinder der Diakonia-Einrichtung Spielkiste zum Sponsorenlauf, begleitet und betreut von Erzieherinnen, Eltern und Großeltern, links Einrichtungsleiterin Susanne Schumann.

Foto: Jensen Zlotowicz

Eisenach.  Der erste Spendenlauf der Eisenacher Kita „Spielkiste“ war schon vor dem Start ein Erfolg.

Er war Premiere für die Diakonia-Kindereinrichtung „Spielkiste“ in Eisenach: der Spendenlauf. Wetter gut, Stimmung gut, Ergebnis gut, alles gut. Die Kinder der Kita hatten vor der Haustür noch keinen Meter zurück gelegt, da freuten sich Kita-Leiterin Susanne Schumann und ihr Team schon über etwa 1000 Euro Spenden in der Kasse. Unter anderem hatte der Wachdienst Schlundt und das Bewegungszentrum My Life (aus Stedtfeld) der Kita Geld gespendet, und einige Stedtfelder Einwohner obendrein. Kinder waren dafür durch das Dorf gezogen.

Der Spendenlauf war schließlich ein Ereignis für alle Kita-Kinder, auch für jene, deren Eltern keinen finanziellen Anreiz pro gelaufener Runde für den Nachwuchs anboten. Es ging in erster Linie um die Bewegung, den sportlichen Aspekt und erst zweitrangig um Geld, wenngleich sich die Diakonia-Einrichtung über jeden erlaufenen oder pauschal gespendeten Euro freut.

Angehörige und Erzieherinnen motivieren die Kinder

Zahlreiche Eltern und Großeltern begleiteten die Mädchen und Jungen bei der Laufaktion vor der Kita an der Stedtfelder Straße buchstäblich mit. Auch Erzieherinnen motivierten den Nachwuchs, indem sie mit diesem oder jenem Dreikäsehoch eine Runde gemeinsam absolvierten.

Zaungäste des Laufes waren neben Angehörigen auch die kleinsten Kinder der Einrichtung, die Krippenkinder, von denen die beiden jüngsten ganze sechs Monate sind. Gute 50 Krippenkinder zählt die „Spielkiste“, in der etwa 250 Mädchen und Jungen betreut werden.

Das Sponsoren- und Spendengeld fließt in ein Projekt der Kita, das bereits in vollem Gange ist. Der weitläufige Außenbereich wird komplett umgestaltet, erfährt nicht nur eine neue Oberflächengestaltung, sondern bekommt auch diverse Groß-Spielgeräte und Abenteuerplätze. Die über die Infrastrukturpauschale geförderte Investition hat einen sechsstelligen Umfang, auch den aktuellen Baupreise geschuldet. Allein die Spielgeräte kosten etwa 100.000 Euro.

„Unsere gesamten mobilen Kleinspielgeräte haben wir entsorgt“, berichtet Susanne Schumann. Was den Kita-Kindern spätestens ab dem nächsten Frühjahr im Außenbereich zur Verfügung steht, ist ein Spiel- und Bewegungspark in hoher Qualität, von einer namhaften Firma aus der Region hergestellt und einer Landschaftsplanerin begleitet.

Ein wenig profitiert die unweit der Hörsel gelegene Kindertagesstätte auch vom Hochwasserschutzprojekt, denn ein Teil der Fläche liegt in diesem Planungsgebiet. Der neue Zaun der Kita wird auf diese Weise zum Beispiel finanziert.

45 Erstklässler hatten die „Spielkiste“ vor wenigen Wochen gen Schule verlassen. Der Aderlass ist noch nicht kompensiert. Bis sich die Gruppen wieder füllen, wird die Arbeitszeit der Erzieherinnen entsprechend angepasst. „Das betrifft alle Einrichtungen“, weiß Kita-Leiterin Schumann. Die Sommer- und Ferienzeit hatte die Einrichtungen durchweg geöffnet. Susanne Schumann liebäugelt für die Zukunft aber mit einer Schließzeit, was nicht zuletzt der Belegschaft dienlich wäre. Aber das alles ist noch Zukunftsmusik.

Erst einmal wurden viele Runden mit großem Sportsgeist von Kindern gelaufen und somit der Spendentopf gefüllt. Über das Engagement der Elternschaft, die bunt ist und alle Schichten der Gesellschaft abbildet, freute sich das Team der Diakonia-Kita.

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