Thüringen-Philharmonie reist nach Tschechien und Österreich

Gotha  Musiker der Thüringen-Philharmonie Gotha-Eisenach sind zu einer Gastspielreise nach Tschechien und Österreich aufgebrochen, obwohl die neue Spielzeit offiziell erst am 19. September 2019 beginnt.

Die Musiker der Thüringen-Philharmonie Gotha-Eisenach, vorn Cellist Heiko Lich, sind jetzt auf Konzertreise in Tschechien und Österreich. Sie treten in Ceský Krumlov und Wien auf

Die Musiker der Thüringen-Philharmonie Gotha-Eisenach, vorn Cellist Heiko Lich, sind jetzt auf Konzertreise in Tschechien und Österreich. Sie treten in Ceský Krumlov und Wien auf

Foto: Peter Riecke

Musiker der Thüringen-Philharmonie Gotha-Eisenach sind zu einer Gastspielreise nach Tschechien und Österreich aufgebrochen, obwohl die neue Spielzeit der Philharmonie offiziell erst am 19. September 2019 beginnt.

Zunächst geht es nach Ceský Krumlov, einer südböhmischen Stadt an der Moldau. Dort findet seit dem 19. Juli und noch bis zum 10. August ein Internationales Musikfestival statt, das zweitgrößte seiner Art in Tschechien nach dem Musikfestival Prager Frühling. „Es ist für uns eine große Ehre, dort teilzunehmen“, meint Philharmonie-Intendantin Michaela Barchevitch, die sich schon seit Längerem um diesen Auftritt bemüht hatte.

Im Schlossareal der Stadt oberhalb der Moldau dient die ehemalige Reithalle als Konzert- und Ballsaal. Dort spielen die Philharmoniker aus dem Zyklus „Mein Vaterland“ von Bedrich Smetana den Satz „Die Moldau“, passend zur lokalen Atmosphäre. Nach dem Doppelkonzert für Violine und Violoncello op. 102 von Johannes Brahms erklingt noch die Sinfonie Nr. 5 c-Moll op. 67 von Ludwig van Beethoven, also ein insgesamt eingängiges Programm.

Als Solisten treten die Geigerin Sanghee Sania Cheong und der Cellist Stefan Kropfitsch auf. Das Orchester wird geleitet von dem Japaner Yuki Miyagi, der übrigens in der neuen Saison bei der Thüringen-Philharmonie im April ein komplettes Beethoven-Konzert in Eisenach und Gotha leiten wird.

Ein ganz besonderer Konzertsaal wartet anschließend auf die Musiker bei ihrem Auftritt in Wien am Samstagnachmittag. Dort lädt das „Österreichisch-Deutsche Länderforum“ zu einem exklusiven Konzert für seine Mitglieder in den auch als „MuTh“ („Musik & Theater“) bezeichneten Konzertsaal der Wiener Sängerknaben ein, der im Dezember 2012 als erstes eigenes Domizil für den Chor, aber auch andere Nutzer eröffnet wurde. Der moderne Saal wurde am südlichen Ende des Augartens in der Leopoldstadt errichtet und bietet Platz für über 400 Besucher.

Das Konzert wird von dem Franzosen Amaury du Closel geleitet. Aufgeführt werden wie in Ceský Krumlov das Doppelkonzert für Violine und Violoncello von Johannes Brahms sowie „Die Fünfte“ von Ludwig van Beethoven. Als Besonderheit sind dann noch Konzerte für zwei Oboen, jeweils eines von Antonio Vivaldi und Tomaso Albinoni, zu hören. Vater und Sohn Alberto und Carlo Cesaraccio, zwei renommierte italienische Solisten, treten bei diesen Stücken gemeinsam in Wien auf.

Dass zu solchen Gastspielen lange Fahrten im Reisebus und zum Transport der Instrumente im eigenen Lastkraftwagen angesagt sind, zählt zu den eher unangenehmen Begleiterscheinungen.

Aber insgesamt warten auf die Musiker und Techniker der Thüringen-Philharmonie Gotha-Eisenach reizvolle Aufgaben an interessanten Spielstätten, die sie bisher noch nicht kennenlernen konnten.

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