Waldorfschule Eisenach wird zur Manege

Eisenach.  Insgesamt vier Vorstellungen bot das Zirkus-Team der Freien Waldorfschule Eisenach in den vergangenen beiden Tagen an der Schule.

Schüler der Freien Waldorfschule Eisenach und Trainerin Nicole Heinemann bei einer Darbietung der Zirkus-Vorstellung. 

Schüler der Freien Waldorfschule Eisenach und Trainerin Nicole Heinemann bei einer Darbietung der Zirkus-Vorstellung. 

Foto: Jensen Zlotowicz

Was sich Grundschulen in Projekten von speziellen Zirkus-Betrieben einkaufen, leistet die Freie Waldorfschule Eisenach seit Jahren aus eigener Kraft, eine jährliche Zirkus-Darbietung. Schüler der Klassen vier bis acht sind dabei als Akteure eingespannt.

Trainiert wird dafür wöchentlich in einer Arbeitsgemeinschaft (AG), die von Anna-Sophie Schapitz, Nicole Heinemann und Michael Fischer geleitet wird. Diese Zirkus-AG steht bei den Waldorfschülern hoch im Kurs. Viele jüngere Schüler fiebern ihr schon von Schulbeginn an entgegen.

Die letzte von insgesamt vier Aufführungen gab es am Freitagnachmittag vor Eltern und Verwandten. Dass die Waldorfschule einige besondere Talente, besonders turnerisch, besitzt, wurde dabei deutlich. Die Macher der Vorstellung verpackten die einzelnen Nummern aus Akrobatik und Trapez oder Einrad in eine reizende Geschichte, nämlich in die einer Baustelle eines Hauses, welches Investoren errichten lassen.

Jede Darbietung war mit einem bestimmten Gewerk und entsprechender Kostümierung verbunden. Auch Ausstattung und Kulisse der Vorstellung hoben auf eine Baustelle ab. Die vier Vorstellungen in der Schule waren eine Art Steigerungslauf. Die Darbietung der Waldorf-Mannschaft bekam mit jeder Show mehr Qualität. Die Akteure selbst waren Feuer und Flamme, das Trio der AG-Leiter fungierte als flinke Requisitenschieber. Nicole Heinemann sprang dazu auch bei den Akrobaten ein. Publikum wie Kollegium und auch Geschäftsführerin Sabine Thiebe waren von der Darbietung angetan, zeigt sie doch die enorme Bandbreite der Aktivitäten, die Kreativität und nicht zuletzt das sportliche Können vieler Schüler.

Die Freie Waldorfschule, eine von fünf in Thüringen, bemüht sich im Schulterschluss mit anderen freien Schulen bei Verhandlungen mit dem Land, um eine bessere finanzielle Ausstattung, um mehr staatlichen Zuschuss. Dazu haben sich die Waldorfschulen im Osten an einer Studie beteiligt, die nachweist, dass ein Schüler mehr kostet, als die Förderung, die das Land momentan den Trägern freier Schulen zukommen lässt. Der größte Wunsch Sabine Thiebes ist, Lehrer und Erzieher der Waldorfschule endlich nach Tarif bezahlen zu können.

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