Wartburgsparkasse mit gutem Ergebnis

Wartburgregion.  Zahlen für das Jahr 2019 erfreulich, aber sorgenvoller Blick auf 2020 und Folgejahre.

Tino Richter, Vorstandsvorsitzender der Wartburgsparkasse

Tino Richter, Vorstandsvorsitzender der Wartburgsparkasse

Foto: Peter Rossbach

Dass die Bilanz der Wartburg-Sparkasse für 2019 vor allem auch im Vergleich mit anderen ziemlich gut ausgefallen ist, freut Vorstandsvorsitzenden Tino Richter natürlich, vertreibt aber die Sorgenfalten beim Blick auf das Jahr 2020 keineswegs. Ein um rund 2,5 Millionen Euro höheres Betriebsergebnis als geplant, eine höhere Zuführung in Richtung Kapitalreserve als vorgesehen, im Verbund der Sparkassen Hessen-Thüringen in vielen Bereichen ganz vorn oder im vorderen Feld – als dies konnte Richter für das Jahr 2019 auch den Mitgliedern des Kreistages vermelden.

Wer sich beispielsweise die Tabelle über den „Cost-Income-Ratio“ anschaue, sehe dass die Wartburgsparkasse 2019 im Verbund Hessen-Thüringen nicht zu schlagen gewesen sei. Dort wird berechnet, wie viel eine Bank aufwenden muss, um am Ende ein Euro Gewinn zu machen. Ab einem Wert von 60 könne man einen guten Wert vorlegen, „wir sind bei 59,6 Cent“, so Richter.

Das gelte auch beim Blick auf die Vergleichszahlen der Betriebsergebnisse von 2012 und 2019. Da habe die Wartburgsparkasse noch ein leichtes Plus zu verzeichnen, während alle anderen mit zum Teil deutlichen Minuszahlen aufwarten mussten. Diese Spitzenplätze freuten ihn natürlich, so Richter, allerdings sehe er auch mit Sorge, dass es bei anderen aus der Sparkassen-Familie bei weitem nicht so gut aussehe.

Man sei auch weiterhin einer der größten, wenn nicht gar der größte Steuerzahler in der Region. Rund 5,7 Millionen Euro habe man an Gewerbe- und Körperschaftssteuer im Jahr 2019 bezahlt. Und über Sponsoring, Zustiftungen und Spenden habe man Kultur, Vereine, Soziales und Sport mit 700.000 Euro gefördert.

Das Jahr 2020 sei aber wie für alle auch sehr herausfordernd. Richter: „Unsere größte Herausforderung auch in den kommenden Jahren wird es neben den betriebswirtschaftlichen Aspekten sein, das Filialnetz so gut aufrecht zu erhalten.“