Wellness für die Ohren

Treffurt  Harmonic-Brass-Quintett aus München spielt persönliches „Playlist“-Programm in Treffurter Bonifatiuskirche

Das Harmonic-Brass-Quintett in der Bonifatiuskirche in Treffurt.

Das Harmonic-Brass-Quintett in der Bonifatiuskirche in Treffurt.

Foto: Rüdiger Schwanz

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Harmonic Brass macht glücklich, hieß es im Programm des Bläserquintetts, dass die Zuhörer in der voll besetzten Bonifatiuskirche in Treffurt mit seiner „Playlist“ verzauberte.

In diesem Programm haben die Musiker ihre Lieblingstücke gepackt. Jedes erzählt eine Geschichte. Ein klingendes Panoptikum der Harmonic-Brass-Vergangenheit. Und das hörte sich am Freitagabend famos an. Schon der Einzug durch die Bankreihen mit dem Rondo, mit dem der renommierte Klangkörper weltweit in Konzerthallen einzieht, war für die Konzertbesucher ein besonderes Erlebnis.

Die von Hans Zellner für das Quintett bearbeitete Orchestersuite Nr. 3 D-Dur von Johann Sebastian Bach steigerte das Hochgefühl der Zuhörer, denn da war nicht nur der gewaltige Klang in der Apsis der Bonifatiuskirche, sondern auch die unvergleichliche Reinheit der Musik.

Hornist Andreas Binder hatte als Conférencier charmant in das Konzert eingeführt. Humorvoll verlas er jeweils die Briefe, die die Musiker an die Komponisten ihrer Lieblingsstücke geschrieben hatten, ein überaus belustigendes Element des Konzertes. Die Spielfreude war sichtbar. Elisabeth Fesslers Trompetensolo aus Mozarts „Zauberflöte“ wurde ebenso bejubelt wie Alexander Steixner, der mit der Posaune die Champagnerarie aus „Don Giovanni“ regelrecht zelebrierte.

Trompeter Zellner glänzte bei seinem Arrangement der Suite Gothique op. 25 von Leon Boellmann (1862-1897) im Zusammenspiel mit Fessler ebenso wie das gesamte Ensemble, das die Suite gefühlvoll bis rasant in das Kirchenschiff legte. Ergreifende Emotionalität sprach aus Händels „Lascia ch‘io pianga“ aus der Oper „Rinaldo“, während es mit gewaltigen Klängen aus der Suite L‘Arlesienne von Georges Bizet in die Pause ging.

Dem klassischen Teil folgte ein schwungvoller Abschluss und der Brief von Solist Manfred Häberlein an den Komponisten Mulo Francel. Mit der Tuba kann Häberlein alles, auch einen kubanischen Tanz. Swingtime war zum Endspurt der Wellness für die Ohren geboten

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