Wenn der Ernstfall fehlt

Katja Schmidberger schreibt über die Situation der Ruhlaer Bergwacht.

Eine Kolumne von Lokalredakteurin Katja Schmidberger.

Eine Kolumne von Lokalredakteurin Katja Schmidberger.

Foto: Sascha Willms

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In den Alpenregionen helfen Bergretter fast täglich und das ganze Jahr über Menschen in Notsituationen. Abseits der Alpen, in Ruhla, gibt es ebenfalls eine Bergwacht. Hervorragend ausgebildet sind die ehrenamtlichen Einsatzkräfte, die in der Saison in der Bergwachtstation am Auerhahn am Rennsteig ihren Dienst verrichten. Ständig bilden sich sie weiter in Notfallmedizin, absolvieren ein jährliches Intensivtraining am Meisenstein.

Doch was es seit eineinhalb Jahren nicht gibt, sind Einsätze, berichtet Bergwachtleiter Stefan Laudenbach.

Natürlich wollen die Mitglieder der Bergwacht ihre Fähigkeiten testen, das versteht jeder. Umso schwieriger wird es, neue ehrenamtliche Kräfte zu finden, die drei Jahre Ausbildung mit knapp über 400 Stunden auf sich nehmen.

So entstand die Idee, dass man mit der Bergwacht Bad Liebenstein kooperiert, um gemeinsam schlagkräftiger zu sein. Was anfangs gut begann, ist jetzt wieder Geschichte. Die Bad Liebensteiner haben diese Zusammenarbeit beendet. Schade.

Trotzdem sind Ruhlas Bergretter nicht untätig, sie schenken nachts um halb drei Kaffee und Tee beim Pummpälz-Wandermarathon aus, sichern Großveranstaltungen wie den GutsMuths-Rennsteiglauf oder Termine des Ruhlaer Wintersportvereins ab oder helfen bei den Waldjugendspielen auf der Sängerwiese bei Eisenach mit. Das waren in diesem Jahr 4200 Stunden Arbeit. Hut ab!

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