Wie lange die Bosch-Produktion in Eisenach steht, weiß niemand

Eisenach.  Bei Bosch in Eisenach gehen die Beschäftigten ab 5. April in Kurzarbeit. Wann es weiter geht ist offen.

Jürgen Lohfing ist Gruppenleiter in der Fertigung von Luftmassenmessern bei der Bosch Fahrzeugelektrik Eisenach

Jürgen Lohfing ist Gruppenleiter in der Fertigung von Luftmassenmessern bei der Bosch Fahrzeugelektrik Eisenach

Foto: Bernd Jentsch

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Seit Mittwoch wird bei Bosch Fahrzeugelektrik in Eisenach mit angezogener Handbremse produziert. Eine Vielzahl von Beschäftigten bummeln Überstunden ab oder nehmen gerade Urlaub, teilte einen Unternehmenssprecherin auf Anfrage mit. Bis 4. April ist die Produktion eingeschränkt, arbeiten derzeit noch 500 der etwa 1700 Beschäftigten im Werk. Hintergrund: die Automobilbauer als Hauptkunden haben die Produktion eingestellt und die Bosch-Lager sind voll. Alle aktuellen Infos im kostenlosen Corona-Liveblog

Ab 5. April hat Bosch Eisenach Kurzarbeit beantragt. Der Abbau von Zeitkonten, wie er gerade umgesetzt wird, ist dafür eine Voraussetzung. Die Modalitäten dazu würden gerade abgearbeitet. Wie lange bei Bosch die Produktion ruht, stehe noch in den Sternen, heißt es. Zahlreiche Mitarbeiter arbeiten von Zuhause aus weiter, zum Beispiel für das junge Batterieprojekt, das 2021 die Serienproduktion aufnehmen soll.

In den nächsten Tagen werden zahlreiche weitere Unternehmen der Region Kurzarbeit antreten, ohne Leute nach Hause schicken und den Betrieb auf Stand-by schalten, sagte der IG Metall-Bevollmächtigte Uwe Laubach. In dieser Angelegenheit verhandelt der Gewerkschafter gerade intensiv.

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