Willkommen an Bord: Eisenacher Vize-Udo geht auf Kreuzfahrt

Eisenach.  Nach coronabedingten Konzert-Absagen tritt Arndt Rödiger aus Eisenach auf hoher See auf.

Vize-Udo Arndt Rödiger reist auf den weiten Ozean und singt auf dem Kreuzfahrtschiff die beliebtesten Songs seines großen Idols Udo Lindenberg. 

Vize-Udo Arndt Rödiger reist auf den weiten Ozean und singt auf dem Kreuzfahrtschiff die beliebtesten Songs seines großen Idols Udo Lindenberg. 

Foto: Alina Arnold

„Das erste Mal, dass wir uns trafen, das ist schon ziemlich lange her. Weißt du noch unten am Hafen, es roch nach Freiheit und nach Meer.“ Die Zeilen stammen aus Udo Lindenbergs Song „Piratenfreunde“, veröffentlicht auf seinem Album „Benjamin“. Und etwas später heißt es: „Wir wollten mit auf große Reise, das war der Anfang, das war klar.“

Auf große Reise geht es jetzt auch für seinen wohl bekanntesten Doppelgänger. Vize-Udo Arndt Rödiger sticht am 31. Juli ab Hamburg mit „Mein Schiff 2“ in See. Acht Auftritte in 14 Tagen auf den sogenannten Blauen Reisen sind vorgesehen. Es werden nach langer Pause die ersten Tui-Kreuzfahrtschiffe sein, die wieder in See stechen dürfen, erzählt der Musiker aus Eisenach.

Bis 14. August wird er auf „Mein Schiff 2“ eigene Shows mit den besten Udo-Lindenberg-Songs geben. Die Reise unter dem Motto „Hinterm Horizont geht's weiter“ führt ihn und rund 1300 Kreuzfahrt-Urlauber bis nach Skandinavien. Landgänge wird es wegen Corona jedoch nicht geben. Auch bei den Shows gelten Abstands- und Hygieneregeln, berichtet der Eisenacher.

Sein Malerbetrieb ist zum Glück ein zweites Standbein

Auch sein Musikerleben wurde durch die Coronavirus-Pandemie kräftig durcheinander gewirbelt. 25 geplante Konzerte, darunter in Arnstadt, Berlin oder Zingst fallen in diesem Jahr weg, erzählt er. Nur wenige sind auf 2021 verschoben. Aber auch hier bleiben Veranstalter vorsichtig. Zum Glück hat Rödiger mit seinem Malerbetrieb ein zweites Standbein. „Aber bei vielen Kollegen ist das nicht der Fall“, weiß er um die Nöte befreundeter Musiker.

Die Folgen der Coronavirus-Pandemie treffen gerade Künstler außergewöhnlich hart. Vor der Krise gut im Geschäft mit seinen Panikkomplizen, flatterten auch bei ihm in den vergangenen Monaten die Absagen ein. Er selbst hatte mit seiner Band aus sechs Musikern für Januar 2021 ein Konzert in der Werner-Aßmann-Halle beabsichtigt.

Den Plan hat er vorerst verwerfen müssen. Zu unsicher ist, ob zu dem Zeitpunkt überhaupt Veranstaltungen dieser Größenordnung stattfinden dürfen. Vize-Udo bedauert auch, dass er nicht wie gedacht mit seiner Band beim legendären Dreinschlag bei den Drei Gleichen auftreten kann. Die Veranstaltung ist abgesagt. Dafür hat er jetzt das neue Engagement. Dass auch bei den Shows auf dem Kreuzfahrtschiff für Crew und Gäste Abstands- und Hygieneregeln gelten müssen, ist für ihn selbstverständlich. Er beklagt ohnehin, dass es so viele „geistige Brandstifter“" im Umgang mit der Pandemie gibt. „Deutschland hat es doch ganz gut gemacht, wenn man auf unsere Infektionszahlen schaut“, kann er manchen Frust nicht nachvollziehen. In anderen Ländern sehe es ganz anders aus.

Die Band darf nicht mit an Bord

Leider darf der Eisenacher aufgrund der Corona-Einschränkungen, die auf dem Schiff gelten, keinen seiner Musiker mit an Bord nehmen. Er bekommt für seine Auftritte einen Bord-Pianisten gestellt. Dafür bringt er viele große Hits von Udo mit, darunter sicher auch einige Stücke aus dem Programm „Willkommen im Hotel Imperial“.

Im September sind dann aber drei Konzerte mit seinen Bandkollegen geplant. Darauf freut sich Arndt Rödiger sehr. Dazu wird sehr wahrscheinlich ein Auftritt beim Weinfest in Meißen gehören.