Witte fordert Konstanz gegen Konstanz

Eisenach  Eisenachs Manager vor dem heutigen Heimspiel: „Wir müssen unser Konzept über 60 Minuten umsetzen!“

Eine 2. Liga, die so ausgeglichen ist, wie selten zuvor, hatten die Experten prophezeit. Und schon die Spielausgänge der ersten drei Runde scheinen ihnen recht zu geben. Mit Neuling HSG Krefeld ist nur ein Team noch ohne Punkte, während Geheimfavorit HSV Hamburg als einzige Mannschaft dreimal als sieger vom Parkett ging und verlustpunktfrei ganz vorn steht. Was diese Platzierung wert ist, wird das Aufeinandertreffen der Hamburger am Wochenende gegen das Spitzenteam des ASV Hamm-Westfalen zeigen. Dieser gehört auch zum Kreis der Aufstiegsaspiranten und ließ vorige Woche am Bodensee Federn. Bei der HSG Konstanz, die nach dem ersten kleinen Erfolgserlebnis nun mit neuem Mut nach Thüringen kommt. Heute Abend um 19.30 Uhr empfängt der ThSV Eisenach die HSG zum Duell der Aufsteiger.

Beim 23:23 gegen Hamm machte Tom Wolf mit seinem Treffer unmittelbar vor der Schluss-Sirene den ersten Saisonpunkt perfekt. Trainer Daniel Eblen in der Rückschau: „Ein klarer Punktgewinn, nach fünf Toren Rückstand bei nur noch zehn Minuten Spielzeit gegen den bisherigen Tabellenführer. Die Jungs haben einfach nicht aufgehört, daran zu glauben, dass noch etwas zu erreichen ist.“

Aufstiegsduelle sind kein Maßstab mehr

Fynn Beckmann aus der starken Rückraumreihe der HSG Konstanz, sieht dem Trip nach Thüringen mit Optimismus entgegen. „Jetzt geht es mit Rückenwind nach Eisenach. Dass es dort nicht leicht ist, zu bestehen, das wissen wir. Mit der Abwehr und Einstellung wie gegen Hamm werden wir jedoch unsere Chancen haben. Mit unserem Umschaltspiel müssen wir uns nicht verstecken. Man weiß jedoch nie, was in Eisenach passiert. Nach dem 24:34-Dämpfer in Dormagen wird der ThSV brennen.“ Die beiden Vergleiche in der Aufstiegsrelegation, als Eisenach beide Spiele gewann, sind nur noch bedingt Maßstab. Denn: Die Aufgebote beider Teams haben sich gravierend verändert. „Vom Kader her haben wir eine stärkere Mannschaft. Aber wir sind noch nicht so eingespielt wie im Vorjahr. Zum Vorjahresaufgebot der HSG Konstanz sind auch fünf neue Spieler hinzugekommen, aber alle Spieler aus dem erfolgreichen Team der Vorsaison sind geblieben. Diesen Vorteil hat die HSG Konstanz“, erklärt Eisenachs Trainer Sead Hasanefendic. ThSV-Manager Rene Witte erwartet einen harten Fight. „Der Punktgewinn der HSG Konstanz gegen ein Spitzenteam der Liga sollte uns eine Warnung sein. Wir müssen unser Konzept über 60 Minuten umsetzen. Nur wenn wir das können, haben wir eine Chance in dieser Liga“, schreibt ThSV-Manager Rene Witte dem spielenden Personal ins Stammbuch.

Die Tageskasse an der Werner-Aßmann-Halle öffnet am Samstag um 18 Uhr.

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