Wohin mit Fiffi und Miezi? Tipps für Urlaub mit Vierbeinern

Eisenach/ Wartburgkreis  Angebot an Tierpensionen in Eisenach und Umgebung ist groß. Weniger ausgesetzte Tiere in der Ferienzeit.

Mehrere Hunde begrüßen Hundepfleger Hubertus Thiele im Eisenacher Tierheim. Bei freien Kapazitäten nimmt das Tierheim Pensionsgäste auf.

Mehrere Hunde begrüßen Hundepfleger Hubertus Thiele im Eisenacher Tierheim. Bei freien Kapazitäten nimmt das Tierheim Pensionsgäste auf.

Foto: Katja Schmidberger

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Die Ferien haben begonnen, die Autobahnen sind gefüllt mit Reisenden, die in verschiedenste Ecken Europas aufbrechen. Die Bleibe im Zielort ist für die Zweibeiner meist langfristig gebucht. Doch: „Viele Tierbesitzer bedenken ihre Tiere nicht, wenn sie ihren Urlaub planen. Drei bis vier Tage vorher wird es schwierig, eine Unterkunft für diese zu bekommen. Wer ein Tier besitzt, muss sich rechtzeitig über dessen Unterbringung klar sein“, sagt Gerd Fischer, Vorsitzender des Tierheimvereins Eisenach.

Allergie, keine Zeit, fehlender Platz oder Krankheit – es gibt viele Gründe, warum Tiere nicht bei Verwandten oder Bekannten bleiben können oder warum niemand die Urlaubsvertretung für das Herrchen übernehmen kann. Tierpensionen bieten hier eine Alternativlösung. Allein in Eisenach und Umgebung sind mehrere, mal auf Hunde, mal auf Katzen und Kleintiere spezialisierte Pensionen zu finden.

Wer sein Tier in eine Pension gibt, sollte sich diese vorher genau anschauen, rät Gerd Fischer hierbei. „Dem Tier geht es nicht gut, wenn das Herrchen nicht da ist. Noch schlechter geht es ihm, wenn die Unterkunft nicht passt.“ Viele Pensionen vereinbaren deswegen Termine zum Kennenlernen; dabei können sich Tierbesitzer auch zu den Anforderungen informieren .

Für die Eisenacherin Corinna Orthey, Besitzerin der Hundepension in der Langensalzaer Straße, muss, ähnlich wie zwischen Herrchen und Hund, die Chemie stimmen. Und es gibt bestimmte Anforderungen, die sie und andere Pensionsbetreiber stellen: „Impfschutz und Parasitenprophylaxe müssen bei den Tieren, die ich aufnehme, sein“, so Orthey. Sie nimmt maximal sechs Hunde auf, um diese optimal betreuen zu können.

Chemie zum Pensionsgast muss stimmen

In der Tierpension „Unter der Linde“ von Heike Gottwald kommen Hunde, Katzen und Kleintiere unter. Gottwald vermietet in ihrer Pension in Vacha-Völkershausen fünf Katzen- und acht Hundezimmer. Tierhalter, die Tiere zu ihr bringen, bittet sie, gewohntes Futter und etwas von Zuhause, wie eine Decke, mitzubringen. So ist die Übergangsheimat nicht ganz so fremd. Auch nimmt sie nur Katzen auf, die kastriert sind, damit diese nicht fremd markieren.

Acht Katzenzimmer hat Betreiber René Lehmann in seiner Katzen- und Kleintierpension „Tier-Eck“ am Eisenacher Wiesengrund. Bei einer Vollbelegung seiner Räume bietet er zudem die Zuhause-Betreuung an.

Die Tierheime in Eisenach und in Springen bieten auch Pensionsplätze. Fundtiere gehen hier aber vor. Nur bei freien Kapazitäten werden Ferientiere aufgenommen. Tierpensionen sind in den Sommerferien und darüber hinaus gut gebucht. Wer spontan einen Platz will, muss auf kurzfristige Absagen anderer Tierhalter warten oder hat bei Kurzurlauben noch die Chance. Pensionsleiter René Lehmann rät daher, mit Urlaubsbuchung auch ein Pensionszimmer fürs Tier zu buchen.

In manchen Hotels ist das Mitbringen von Hunden auch erlaubt – für den Hund eine gute Option, denn er kann bei Herrchen oder Frauchen bleiben. Auf der Fahrt in den Ferienort ist auf mehrere Pausen für das Tier zu achten. Lange Flüge sind aufgrund des enormen Stresses für das Tier zu vermeiden. Geht es ins Ausland, so gibt Gerd Fischer aus dem Eisenacher Tierheim zu bedenken, dass der internationale Impfpass mitzuführen sei. Ergänzend kann man das Tier bei Findefix, dem Haustierregister des Deutschen Tierschutzbundes listen.

In der Ferienzeit ausgesetzt werden mittlerweile nicht mehr so viele Tiere, weiß Fischer. Das läge auch mit an der Gesetzgebung, die die Hundehalter mittlerweile zum Chippen der Tiere verpflichte. Wer seinen Hund aussetzt, werde heute schneller gefunden und mache sich damit rechtlich strafbar. Seine Hoffnung ist, dass diese gesetzliche Regelung bald auch bei anderen Tierarten Anwendung findet.

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