Im Thüringer Wald im Kreis Gotha könnten bei Georgenthal bis zu 20 Windräder entstehen. Unser Autor meint: Irgendwo muss die Energie erzeugt werden, die wir brauchen.

Ein Windrad vor der Haustür will sicher niemand. Einen ganzen Windpark mit 20 Windenergieanlagen im benachbarten Wald wollen verständlicherweise die Georgenthaler nicht. Die Gemeinde ist staatlich anerkannter Erholungsort und lebt auch vom Tourismus. Das könnte sich ändern, wenn der Windpark kommt, so nur einige der Befürchtungen.

Aus Sicht der Betreiber solcher Anlagen ist der Thüringer Wald als Standort durchaus attraktiv. Ein Blick auf die Windkarte Deutschlands verrät, dass an der Küste und in den Gebirgen der kräftigste Wind weht.

Womöglich ersetzt ein Windrad im Wald mehrere an anderen Stellen, wenn es nach Effizienz geht. Es muss ja nicht zwei Kilometer von Georgenthal entfernt stehen. Vielleicht gibt es anderswo im Wald abgelegene Ecken, wo so eine 250 Meter hohe Anlage weniger stört.

Der letzte Protest im Kreis wird es nicht gewesen sein

Denn irgendwo muss die Energie erzeugt werden, die wir verbrauchen. Mit dem Atomausstieg und dem geplanten Kohle-Aus fallen Erzeuger weg und es braucht Alternativen.

Eines ist sicher, der letzte Protest gegen Windräder im Landkreis wird es auf jeden Fall nicht gewesen sein.

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