Kinder und Eltern haben Freigelände neu gestaltet

Gotha. Die Mädchen und Jungen aus dem evangelischen Kindergarten "Teeschlösschen" wollen nun das Wachsen einer Vier-Jahreszeiten-Hecke beobachten.

Einige Eltern brachten auch das Gelände rund um die Rutsche in Ordnung, andere pflanzten Sträucher entlang des Zauns. Foto: Birgit Schellbach

Foto: zgt

Sophia schaufelt, Carlotta trampelt die Erde mit ihren Gummistiefeln fest. Während sich Ruby fragt, ob denn die Stacheln an dem Busch weh tun? Tun sie aber nicht, weil es tatsächlich nur feine Härchen sind.

Gemeinsam mit ihren Sprösslingen haben am Sonnabend Mütter und Väter das Freigelände des Kindergartens "Tee­schlösschen" im Schlosspark neu gestaltet. Sogar ein Bagger ist zum Einsatz gekommen - sehr zur Freude der Mädchen und Jungen. Oder ein Brenner. Damit sind Holzpfähle haltbar gemacht worden, die in die Erde gerammt wurden als Begrenzung an der Wellenrutsche.

Schubkarre, Rechen und Gießkanne gehörten außerdem zu den Utensilien, die gebraucht worden sind.

Wie Birgit Warstat, Leiterin der Einrichtung in Trägerschaft der evangelischen Stadtkirchengemeinde, sagte, war die ursprüngliche Idee, die Rutsche besser zu verankern und den Hügel, auf dem sie steht, schöner zu begrünen. Die Erde war immer wieder weggesackt.

Doch die Eltern sagten sich: Wenn schon, denn schon. Für jedes Kind ist jetzt ein Strauch gepflanzt worden entlang des Zaunes, der das Freigelände begrenzt. Bäume gibt es im Park ja genug. Die Büsche aber sollen eine Hecke bilden, die zu verschiedenen Jahreszeiten grünt und blüht.

So sind Forsythia, Felsenbirne und Sommerflieder gepflanzt worden. Wenn diese gut anwachsen, wollen die Kinder Schmetterlinge und Insekten beobachten. "Wer selbst pflanzt, hat mehr Achtung vor der Natur", setzt Warstat aufs persönliche Erfahren. Sie freute sich, dass so viele Eltern am Sonnabend kamen, um mit Hand anzulegen. Sponsoren unterstützten, so das Forstamt mit Hölzern, die Stadt mit Sand und Erde oder die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, die Hecken und Büsche bereitstellte.

101 Mädchen und Jungen ab zwei Jahre bis zum Schulalter besuchen den Kindergarten. Es gibt keine festen Gruppen, die Kinder verschiedenen Alters sollen alle miteinander spielen und voneinander lernen können. Mit einer Einschränkung: In der oberen Etage sind die jüngeren, in der unteren die älteren.

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