20 000 Kilometer rund um Südamerika

Ilmenau (Ilm-Kreis). Zwei Studenten der TU Ilmenau unternehmen seit August eine Spendenfahrt auf dem Rad für das Kinderhospiz Mitteldeutschland.

Die Ilmenauer Studenten Martina Rückbrod und Stefan Köhler im Selbstbildnis vor den Iguazu-Wasserfällen in Brasilien.

Foto: zgt

Die Studierenden der TU Ilmenau, Martina Rückbrod und Stefan Köhler, befinden sich in Ushuaia, der südlichsten Stadt der Welt. Mit einer Spendenaktion engagieren sie sich für das Kinderhospiz Mitteldeutschland, sie möchten sich mit gefahrenen 20 000 Kilometern auf dem Rad rund um Südamerika für die pflegebedürftigen und unheilbar kranken Kinder einsetzen. Hierfür sammeln sie für jeden gefahrenen Kilometer Spendengelder; schon jetzt beträgt der gesammelte Spendenbetrag stolze 3000 Euro.

„Wir freuen uns riesig über die bisherige Unterstützung und würden uns auch über viele weitere Spender freuen“, sagte Martina Rückbrod.

Die zwei radbegeisterten Naturfreunde pausieren hierfür in ihrem Masterstudium. Bereits seit Ende August sind sie unterwegs und haben inzwischen einen Kilometerstand von über 7000 Kilometer auf dem Tacho. Dabei bereisten sie Brasilien, Paraguay, Argentinien sowie Uruguay und erlebten Kultur, Land und Leute. So durchquerten sie in Brasilien die „Sierra do Marçal“ bei über 50 Grad Celsius. „Wir dachten, wir fahren in einer Sauna – jede Windbrise war wie ein Aufguss!“, so Stefan Köhler. In Argentinien stand plötzlich die Polizei vor ihrem Zelt. Nachdem die Waffen wieder eingesteckt waren, ging es mit Blaulicht ins nächste Dorf.

Für weitere Schrecksekunden sorgten zwei Schlangen, die schnelle Ausweichmanöver forderten. Neben mehreren platten Reifen hatten sie auch drei Speichenbrüche zu reparieren. Besonders kompliziert war die Instandsetzung des streikenden Campingkochers. Daneben gab es leider auch wegen des heftigen Windes und der schlechten Straßenverhältnisse den einen oder anderen Sturz. Besonders hat ihnen die Gastfreundlichkeit in Südamerika gefallen.

Oft wurde ihnen Hilfe angeboten oder sie zum Essen eingeladen. „Einmal holte uns ein Pfarrer mit einem Pickup ab und fuhr uns zu sich nach Hause, um mit seiner Familie zu speisen.“ Gespannt, was die Westküste Südamerikas zu bieten hat, freuen sie sich nun auf den Weg nach Ecuador.

Weitere Erlebnisse.

Zu den Kommentaren
Im Moment können keine Kommentare gesichtet werden. Da wir für Leserkommentare in unserem Internetauftritt juristisch verantwortlich sind und eine Moderation nur während unserer Dienstzeiten gewährleisten können, ist die Kommentarfunktion wochentags von 22:00 bis 08:00 Uhr und am Wochenende von 20:00 bis 10:00 Uhr ausgeschaltet.