Arithmos-Saga: Band vier der Fantasy-Saga über Zahlen muss ohne Leipziger Buchmesse auskommen

André Heß
| Lesedauer: 3 Minuten
Antonia Kraus schreibt Fantasyromane und hat am Goethegymnasium in Ilmenau ihr Abitur gemacht.

Antonia Kraus schreibt Fantasyromane und hat am Goethegymnasium in Ilmenau ihr Abitur gemacht.

Foto: Heike Steinwallner

Ilm-Kreis.  Antonia Kraus kann das jüngste Werk aus der Arithmos-Reihe höchstens online vorstellen.

Zur Leipziger Buchmesse wollte Antonia Kraus ihren vierten Band der Arithmos-Reihe den jungen Lesern vorstellen. Doch die Messe, die bereits von März in den Mai verlegt wurde, muss wegen der Pandemie auch das zweite Jahr hintereinander für Fachpublikum und Besucher ausfallen. Lesungen finden höchstens digital statt.

Die gebürtige Meiningerin Antonia Kraus war von 2010 bis 2014 Schülerin des naturwissenschaftlichen Zweigs an der Ilmenauer Goetheschule, bevor es sie nach Bayern zog. Im Sommer 2017 schloss sie ihr Studium der Mathematik an der Ludwig-Maximilians-Universität ab. Nach drei Jahren München lebt Antonia Kraus inzwischen in Berlin, wo sie für einen renommierten Verlag arbeitet. Die Freizeit steht aber weiterhin im Zeichen des Schreibens.

Held bringt sich oft in Gefahr

„Arithmos – Der Himmel“ wird – wie bereits Band I „Das Morathis-Rätsel“ (2018), Band II „Die Invasion der Zeichen“ (2019) und Band III „Die Intrige“ (2020) – vom Knabe Verlag Weimar herausgegeben und ist seit Ende April im Handel erhältlich. Arithmos ist ein Fantasyroman über Zahlen. Arithmaten rechnen nicht einfach nur mit Zahlen. Sie leben für die Zahlen, denn auch die Zahlen leben, heißt es von der Autorin. Dass Adamantios kein gewöhnlicher Arithmat ist, lernt er gleich zu Beginn seines ersten Schuljahres in Samthori. Jetzt freut er sich in Band IV bereits auf sein viertes Schuljahr, doch seiner Widersacherin Giasemi Orchidea ist die Flucht aus dem Gefängnis gelungen.

Mit aller Entschlossenheit unterstützt Adamantios die Suche nach ihr und bringt sich dabei mehr als einmal selbst in Gefahr. Doch nicht nur die Anhänger der 13 machen ihm das Leben schwer, auch unter den Freunden schleichen sich wachsender Neid und Missgunst ein. Denn für seine Verdienste wird ihm eine Audienz gewährt, die noch kein Arithmat in seinem Alter erhielt – ein Besuch der Zahlen im Himmel! Eine Ehre, die für Adamantios zur Bürde werden könnte.

Mit sieben Jahren einen kleinen Krimi geschrieben

Das Taschenbuch voller Spannung und Fantasie hat 360 Seiten, ist illustriert und wird für Leserinnen und Leser ab 12 Jahren empfohlen. Das erste Buch von Antonia Kraus, das es 2010 in den Buchhandel schaffte, hieß „Weltenstrudel“ und war auch ein Fantasyroman, der Anhänger aller Altersklassen gefunden hat.

Es war der Anfang ihres rastlosen Daseins als Schriftstellerin, schreibt sie auf Facebook. Mit sieben Jahren schrieb Antonia ihre erste Geschichte, einen kleinen Krimi. Auf der Leipziger Buchmesse 2018, als man dort noch Publikum empfangen durfte, traf sie ihre ehemalige Deutschlehrerin. Die hat natürlich ihr Buch gekauft.