Bei wem piept’s denn da?

Arne Martius über die Kommunikation in Zeiten von Corona.

Arne Martius Foto für Guten Morgen / Kommentar

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Foto: Hans-Peter Stadermann

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Besprechungen finden in diesen Zeiten vor allem über das Telefon statt. Um mit den Mitarbeitern also ins Gespräch zu kommen, sind gerade tägliche Schaltungen gefragt.

Da jeder von uns aktuell Homeofficer ist, bringen auch alle eine individuelle Note in die Konferenz mit ein. „Was sind denn das für Störgeräusche?“, fragte gleich zu Beginn unserer Telefonrunde ein Kollege. „Es sind nur die Kinder“, konnte ich ihm antworten. Sie machten gerade Musik, klopften im Takt mit dem Gummihammer auf dem Couchtisch herum und quälten aus einer verstimmten Ukulele schräge Töne heraus.

Tags darauf ging ich also nach draußen, um meinen Gesprächspartnern nicht die Unruhe der Kinderstube zu vermitteln. Prompt fragte ein anderer Kollege: „Bei wem piept’s denn da?“ Nun waren es wiederum die Amseln im Hintergrund, die in einem nahe gelegenen Baum ein Nest bauen und ihre Geschäftigkeit mit viel Gezeter dokumentieren. Ich persönlich fand diesen Klang im Vergleich zu dem Wohnzimmerkonzert davor noch ganz angenehm. Aber gut, in dieser Situation liegen die Nerven auch ein bisschen blank.

Nur so ganz ohne Nebengeräusche scheint es nicht zu gehen. Ich könnte jetzt noch in den Keller gehen. Da ist Ruhe – aber eben auch kein Empfang.

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