Blick hinter die Kulissen der Manebacher Forellenaufzucht

Manebach (Ilm-Kreis). Bislang einmalige Gäste-Führung im Familienbetrieb. 3000 Fische leben in drei Teichen des Forellengrunds Helm.

Inhaber Volker Helm führte die Besucher über das Gelände. Zur Fisch-Fütterung sprangen die Forellen regelrecht aus dem Wasser (rechts). Foto: Ralf Ehrlich

Inhaber Volker Helm führte die Besucher über das Gelände. Zur Fisch-Fütterung sprangen die Forellen regelrecht aus dem Wasser (rechts). Foto: Ralf Ehrlich

Foto: zgt

Das Forellen-Streicheln war für die Kinder der Höhepunkt des Betriebsrundgangs im Forellengrund Helm. Rund 20 Interessierte nutzten am Samstagnachmittag den bislang einmaligen Blick hinter die Kulissen der Manebacher Forellenaufzucht. In drei Teichen und etlichen kleineren Becken leben unweit des Ortsausgangs Manebach Richtung Meyersgrund rund 3000 Fische.

Darunter sind Lachsforellen, Regenbogenforellen, Bachsaiblinge und Goldforellen, erzählt Volker Helm. Er führte die Gäste über das Gelände und ist seit drei Jahren Chef des Familien-Unternehmens in zweiter Generation, was größtenteils nebenberuflich organisiert wird.

Dem 43-Jährigen Finanzberater, der in Ilmenau bei einer Privatbank arbeitet, steht seine Frau zur Seite. Auch die Eltern helfen beim Füttern, Abfischen, Zerlegen und Verkaufen. Geräuchert wird noch selbst, der Ofen auf dem Gelände fasst 70 Fische auf einmal.

„20 Gaststätten gehören zur Stammkundschaft“, erzählte Helm weiter. Zudem wird freitags und samstags direkt im eigenen Laden verkauft. Die Helms bekommen wenige Zentimeter große Jungfische und kümmern sich, je nach Sorte, drei bis vier Jahre um sie, bevor die Tiere groß genug für den Verkauf sind.

„Der Mensch ist der größte Feind der Forelle“, scherzte Helm, als er von einem Besucher nach natürlichen Feinden gefragt wird. Sorgen bereitet ihm der Graureiher, gegen seinen Besuch sind Netze über den Teichen angebracht. „Immer wenn wir kleine Fische bekommen, ist der Eisvogel da. Das muss sich rumsprechen“, sagte Volker Helm schmunzelnd.

Er gestaltete seine Führung nicht nur informativ, sondern auch sehr unterhaltsam. So erfuhr der Besucher auch, dass seinen beiden Kindern trotz der Nähe der vielen Teiche sechs Jahre lang nichts passiert ist. Doch dann landete sein Sohn mit dem Fahrrad im Teich und kam mit dem Schrecken davon.

Wert legt der Familienbetrieb darauf, dass keine Medikamente zum Einsatz kommen und das Wasser einer Quelle entspringt.

„Naturteichforellen erleben“ war die Führung betitelt, die im Rahmen des Genuss-Wochenendes „F(r)isch aufgetischt“ stattfand. Die Veranstaltung gehört zu insgesamt zwölf, die auf Initiative des Biosphärenreservats Vessertal/Thüringer Wald angeboten wurden.

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