Ehemaliger Ilmenauer Bürgermeister gestorben

Ilmenau.  Volker Acker wurde 77 Jahre alt. Gerd-Michael Seeber: „Wir waren gute Freunde und Weggefährten“.

Gerd-Michael Seeber und Volker Acker (rechts): Der ehemalige Ilmenauer Oberbürgermeister arbeitete über 20 Jahre lang mit seinem Stellvertreter zusammen.

Gerd-Michael Seeber und Volker Acker (rechts): Der ehemalige Ilmenauer Oberbürgermeister arbeitete über 20 Jahre lang mit seinem Stellvertreter zusammen.

Foto: Ralf Ehrlich

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„Das mache ich zum letzten Mal, wie man in meinem Alter überhaupt viele Dinge zum letzten Mal macht“, sagte Volker Acker, als er vor acht Jahren altersbedingt den Posten des Ilmenauer Bürgermeisters aufgab. In der Vorwoche verstarb der Ilmenauer nach langer, schwerer Krankheit im Alter von 77 Jahren, wie am Dienstag bekannt wurde.

Volker Acker (SPD) war über viele Jahre Bürgermeister in Ilmenau und arbeitete eng mit seinem Vorgesetzten, dem Oberbürgermeister Gerd-Michael Seeber (CDU), zusammen. Obwohl beide nicht der gleichen Partei angehörten, einte sie oft das gleiche Ziel, die gleiche Richtung. „Es hat mich tief getroffen. Ich bin sehr, sehr traurig“, sagte Gerd-Michael Seeber Dienstag gegenüber unserer Zeitung.

„Ich habe ihn die letzten Monate begleitet und oft im Krankenhaus besucht“, so Seeber weiter. Sie seien sehr gute Freunde und Weggefährten gewesen. „Ich habe an Volker Acker nur gute Erinnerungen“, sagt das ehemalige Ilmenauer Stadtoberhaupt weiter und spricht von einer langjährigen und erfolgreichen Zusammenarbeit. „Ilmenau verliert einen treuen Sohn, der sich um die Stadt verdient gemacht hat.“ Seeber und Acker seien oft einer Meinung gewesen, weswegen die Zusammenarbeit so gut geklappt habe. „Ich habe mich mit meiner Frau öfter gestritten, als mit Volker Acker“, so Seeber weiter.

Wie die beiden Stadt-Chefs zusammengearbeitet hatten, so gingen auch ihre Fraktionen jahrelang im Ilmenauer Stadtrat miteinander um. CDU und SPD hielten sich wie größtenteils auch andere Fraktionen an das Ilmenauer Modell „Suchet der Stadt Bestes“. Gemeint war, nicht die Parteiinteressen, sondern die Bürgerinteressen in den Vordergrund zu stellen.

Einen seiner letzten öffentlichen Auftritte hatte Volker Acker Ende August des Vorjahres, als der SPD-Ortsverband Ilmenau sein Sommerfest feierte. Volker Acker ging bei öffentlichen Auftritten eher in sich und war kein Mann der vielen Worte. Einige treffende Zitate finden sich im Archiv unserer Zeitung, wie dieses acht Jahre alte: „Aktiv altern ist eigentlich ein Widerspruch. Das wird man von selbst.“

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