Entschädigungen für Feuerwehrleute leicht erhöht

Bei der Vereinheitlichung der Ilmenauer Satzung wurden Sätze angeglichen. Höhere Zahl der Einsätze ist dabei berücksichtigt.

Auch das gestiegene Einsatzpensum war ein Grund, die Aufwandsentschädigungen für die ehrenamtlichen Mitglieder der Feuerwehren zu erhöhen.

Auch das gestiegene Einsatzpensum war ein Grund, die Aufwandsentschädigungen für die ehrenamtlichen Mitglieder der Feuerwehren zu erhöhen.

Foto: Ralf Ehrlich

Ilmenau. Die Aufwandsentschädigungen für Ehrenbeamte und Mitglieder von freiwilligen Feuerwehren in Ilmenau werden neu geregelt. Erstmals beschäftigte sich in der vergangenen Woche der Hauptausschuss mit dem Thema. Hintergrund ist die Gebietsreform rund um Ilmenau. Demzufolge muss das Ortsrecht ein Jahr nach Inkrafttreten der Eingemeindungen angepasst werden, wozu auch die „Satzung zur Regelung der Aufwandsentschädigung für die Ehrenbeamten und ehrenamtlichen Feuerwehrangehörigende der Freiwilligen Feuerwehren der Stadt Ilmenau (Aufwandsentschädigungssatzung)“ gehört – wie das Papier im Rathaus bezeichnet wird.

Doch einfach nur alle Satzungen der alten und neuen Ortsteile auf ein einheitliches Werk zu reduzieren, dabei sollte es nicht bleiben. „Gleichzeitig wurden unter anderem die sich aus der Neufassung der Feuerwehrsatzung der Stadt Ilmenau ergebenden Änderungen und Neuerungen berücksichtigt, die Höhen der jeweiligen Aufwandsentschädigungen überarbeitet und angepasst sowie notwendige Aktualisierungen der zugrundeliegenden Gesetzlichkeiten vorgenommen“, geht aus der Begründung hervor.

Laut Thüringer Brand- und Katastrophenschutzgesetz haben ehrenamtliche Feuerwehrleute, „die ständig zu besonderen Dienstleistungen herangezogen werden, Anspruch auf eine angemessene Aufwandsentschädigung“. Bei der Frage, was angemessen ist, orientierte sich die Stadtverwaltung an der Thüringer Feuerwehrentschädigungsverordnung. Die Schwierigkeit war nun, die völlig unterschiedlichen Pauschalsätze zwischen dem „alten Ilmenau“ und den neuen Ortsteilen zu vereinheitlichen: Bewegte sich beispielsweise das Salär für einen Wehrführer in der ehemaligen Einheitsgemeinde Wolfsberg zwischen 46 und 56 Euro, betrug diese Entschädigung in Ilmenau – wie auch früher schon in Langewiesen und Oehrenstock – 60 Euro. Künftig sollen alle Wehrführer einheitlich 80 Euro erhalten – die Feuerwehrentschädigungssatzung sieht eine Spanne von 50 bis 170 Euro vor. Stellvertreter erhalten die Hälfte. Man sei mit den Sätzen immer noch zwischen unterem Drittel und der Hälfte des Möglichen geblieben, erklärte Ordnungsamtsleiter Ingolf Müller. Auch Ausbilder erhalten in Zukunft eine Entschädigung von 17 Euro je Stunde. In manchen früher eigenständigen Orten wurde dafür überhaupt nichts gezahlt. Einheitlich erhalten alle Mitglieder der Feuerwehren pro Jahr eine Entschädigung von 115 Euro.

Stellvertretender Stadtbrandmeister jetzt hauptamtlich

Finanziell spürbar besser gestellt wird die Funktion des Jugendwarts. Hier reichte die Spanne von 26 Euro in Pennewitz bis 50 Euro in Ilmenau, Langewiesen und Frauenwald. Wer dieses Amt künftig übernimmt erhält monatlich eine Entschädigung von 70 Euro. „Aufgrund der ständig wachsenden Aufgaben- und Einsatzbereiche der ehrenamtlichen Feuerwehrangehörigen der Stadt Ilmenau sowie der hohen Einsatzzahlen wurden die Pauschalsätze der Aufwandsentschädigung – ausgehend von den bisherigen Sätzen von Alt-Ilmenau, Langewiesen und Oehrenstock – teilweise moderat erhöht, heißt es in der Begründung. Den Veränderungen muss nun noch der Stadtrat zu seiner nächsten Sitzung am 12. Dezember zustimmen.

Bei der Lesung der Satzung gab es im Hauptausschuss jedenfalls keine Diskussionen. Einstimmung wurden die Neuerungen inklusive der erhöhten Aufwandsentschädigung beschlossen. Das Ehrenamt könne man nicht genug würdigen, war der Grundtenor bei der Sitzung in Ilmenau. Von der Überarbeitung der Satzung sollen insgesamt 375 Feuerwehrmitglieder profitieren.

Von einer ehrenamtlichen in eine hauptamtliche Stelle wurde die Position des stellvertretenden Stadtbrandmeisters umgewandelt. Gestrichen wurden die Funktionen des Stadtjugendfeuerwehrwarts und seines Stellvertreters. Daher entfallen auch die bisherigen Entschädigungssätze für diese Ämter.

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