Erinnerung an bedeutende Tage vor 30 Jahren

Ilmenau  Lesung und Gespräch in Ilmenau mit Schriftsteller Martin Jankowski

Ein Zeugnis der stillen Proteste zur Wendezeit in Ilmenau. Die Transparente wurden an der Jakobuskirche aufgestellt.Archiv-

Ein Zeugnis der stillen Proteste zur Wendezeit in Ilmenau. Die Transparente wurden an der Jakobuskirche aufgestellt.Archiv-

Foto: Jörg Rozycki

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

„Der Tag, der Deutschland veränderte: 9. Oktober 1989“, heißt eine Veranstaltung mit Lesung und Gespräch am Dienstag, 5. November, um 19 Uhr im katholischen Gemeindehaus Unterpörlitzer Straße 15 in Ilmenau.

Martin Jankowski, Jahrgang 1965 stellt sein gleichnamiges Buch vor. In der Ankündigung heißt es: „Am 9. Oktober 1989 entging die DDR nur knapp einem Bürgerkrieg: Obwohl mit Waffengewalt gedroht wurde, gingen nach dem Friedensgebet in der Leipziger Nikolaikirche 70.000 Menschen auf die Straße. Das SED-Regime musste nachgeben: Der 9. Oktober 1989 öffnete den Weg zur Friedlichen Revolution und läutete das Ende der DDR ein. Dieser Tag schuf die Voraussetzungen für ein geeintes Deutschland.“

Die Veranstaltung anlässlich 30 Jahre friedliche Revolution führt die Landeszentrale für politische Bildung mit dem Verein „Gegen Vergessen-Für Demokratie“ und der katholischen Kirchgemeinde durch.

Der Verein möchte mit diesem Abend aber auch an bedeutende Tage der friedlichen Demonstrationen in Ilmenau erinnern. So an den 20. Oktober 1989, wo sich 1500 Menschen zu einer großen Versammlung in die St. Jakobuskirche aufmachten und an den 1. November 1989, wo 12.000 Menschen mit brennenden Kerzen durch die Stadt zogen.

In der Nacht zum 8. Oktober, so der Verein, kam es zu einem Polizeieinsatz gegen Jugendliche nach der Disko in der Festhalle. Die Jugendlichen wurden als Randalierer diffamiert. Am 13. Oktober habe die Polizei von 43 Zuführungen, fünf Verhaftungen und 13 Ordnungsstrafverfahren gesprochen. Wenig später gaben Kreisarzt und Ärztlicher Direktor des Krankenhauses die Behandlung verletzter junger Demonstranten an.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Kommentare sind für diesen Artikel deaktiviert.