Gräfinau-Angstedt: Schnelles Internet nur, wenn 300 mitmachen

Gräfinau-Angstedt  Zur Ortschaftsratssitzung gibt es Informationen über die Breitbandversorgung in Gräfinau-Angstedt.

Hier geht es zum Servicebüro im Rathaus von Gräfinau-Angstedt.

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Foto: André Heß

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Zur Ortschaftsratssitzung am Dienstagabend gab Ortsteilbürgermeisterin Claudia Gorzelitz (parteilos) dem Regionalleiter der Breitband Versorgung Thüringen (BBV), Gisbert Spindler, Zeit, über die in Gräfinau-Angstedt beabsichtigte Breitbandversorgung über Glasfaserkabel bis in jedes Haus zu informieren. Der Gesprächsbedarf der Ratsmitglieder war so ausgiebig und bis ins Detail gehend, dass dafür eine Stunde Redezeit nicht ausreichte.

Spindler machte deutlich, dass das privatwirtschaftliche Unternehmen BBV seine beabsichtigte Versorgungsleistungen nur umsetzen kann, wenn ein Drittel der Haushalte, das wären mehr als 300 im Ort, sich entschließt, zu einem kostengünstigen Preis bei zweijähriger Vertragsbindung an die BBV, dieses zukunftsfeste „schnelle Internet“ besitzen zu wollen.

Der Gemeinde entstehen bei umfangreichen und teuren Erdarbeiten zum Verlegen der Glasfaserkabel keine Kosten. Das nach etwa zwei Jahren Planungs- und Bauzeit zur Verfügung stehende Netz der BBV können dann jegliche Telekommunikationsanbieter für ihre Kundenangebote und -leistungen nutzen. Ortsteilbürgermeisterin Gorzelitz betonte den Standortvorteil und die Zukunftschancen für den Ort, der durch die Breitbandversorgung gewährleistet wird. Sie vereinbarte mit dem Unternehmen die Möglichkeit, in einer Bürgerinformation am 16. August in der „Georg Juchheim Mehrzweckhalle“ um 19 Uhr für das BBV-Projekt werben zu dürfen.

Ungeachtet dessen sollen von der BBV die Bürger in persönlichen Gesprächen (hinter der Haustür) über das einmalige Angebot informiert werden.

Der Ortschaftsrat wurde sich in Fortsetzung der Sitzung, die allerdings eine straffe Führung vermissen ließ, in ausschweifender Diskussion darüber klar, welche Investitionsprojekte im Ort fürs Jahr 2020 anstehen.

Im Einzelnen sollen die Projekte Sanierung der Mauern am Schenkberg und in der Singer Straße; Gestaltung einer verkehrsberuhigten Zone „Am Ankenbach“ mit Parkmöglichkeiten für Fahrzeuge; Bau eines Gerätecarports am Kindergarten für zirka 15.000 Euro; Einbau einer Toilette in der Heimatstube; Erwerb des Feuerwehrgerätehauses; Hochwasserschutzmaßnahmen durch Kanalsanierung in der Stadtilmer Straße als Gräfinau-Angstedter Investitionswünsche ins Ilmenauer Haushaltsdokument aufgenommen und umgesetzt werden.

Informiert wurde in der dreistündigen Versammlung über den „Tag der Vereine“ in Gräfinau-Angstedt, wo sich alle Vereine vorstellen, ihre Angebote präsentieren und Mitglieder werben können.

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