Guten Morgen: Kopfschmerzen von der Maske?

André Heß versteht die Verweigerer nicht.

André Heß

André Heß

Foto: Hans-Peter Stadermann

Da bleibt einem schier die Spucke weg: Im Internet kursieren Vordrucke zur Befreiung von der Maskenpflicht. Man pocht auf das Grundrecht der körperlichen Unversehrtheit, Maskentragen sei aus gesundheitlichen Gründen unzumutbar. Das freie Atmen werde behindert, Kopfschmerzen und Schwindel angeführt, das Tragen der Maske sei ein Symbol politischer Unterdrückung. Was stimmt da nicht im Oberstübchen? Zu lange Aluhüte getragen (Kopfschmerzen), als das Hirn in der Schule zu wachsen gelehrt wurde, Kreide holen gewesen? Ich finde Maskentragen auch blöde, weil sofort die Brille beschlägt. Aber ich befolge es, wo es angeordnet ist. Davon stirbt man nicht und steckt keinen anderen an. Wissenschaftsvereinigungen sprechen unisono vom dramatischen Anstieg der Coronavirus-Infektionen, wegen der hohen Fallzahlen sei vielerorts eine Nachverfolgung der Kontakte unmöglich geworden. Das führe zu vielen Behandlungsbedürftigen und einem deutlichen Anstieg der Sterbezahlen. Kontakte sollten darum systematisch und zwar bundesweit einheitlich reduziert werden, sodass die Gesundheitsämter die Kontaktnachverfolgung wieder vollständig durchführen können. Vor allem den Kontakt zu solchen Geistreichen wie den Befreiern der Maskenpflicht würde ich da unbedingt meiden.